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03.10.18 - 10:13 Uhr

Wie berechnet man die Wohnfläche der Wohnung ?

Wer eine Wohnung mietet, möchte wissen, wie groß sie ist. Denn in den Wohnungsannoncen und in aller Regel auch im Mietvertrag steht davon nichts. Mieter wollen diese Angabe aber wissen, um zum Beispiel die Miethöhe pro Quadratmeter mit der ortsüblichen Miete vergleichen zu können. Auf die Größe kommt es also an, aber wie berechnet man die ?

Darüber streiten sich Mieter und Vermieter immer wieder. Nach Angaben des Mietervereins müssen alle Räume gemessen werden, also auch Küche, Flur und Abstellräume. So genannte Zubehörräume wie Keller, Waschküche, Trockenraum, Dachboden oder Garage, zählen dagegen nicht mit, wenn es um die Wohnfläche geht.

Bei den eigentlichen Wohnräumen wird die Grundfläche voll angerechnet, wenn die Räume oder Raumteile mindestens zwei Meter hoch sind. Bei einem Raum mit ein bis zwei Metern Höhe wird die Grundfläche nur zur Hälfte angerechnet. Bei einer Höhe von weniger als einem Meter zählt die Fläche überhaupt nicht mit.

Und dann gibt es ja noch Balkone, Loggien und Terrassen. Bei sozial- oder preisgebundenen Wohnungen zählt deren Grundfläche zur Hälfte mit. Bei frei finanzierten Wohnungen kommt es auf den Beginn des Mietvertrages an. Lag der vor Ende 2003, gilt die Regelung nach der sog. II. Berechnungsverordnung. Danach sind Balkone , Loggien und gedeckte Freisitze mit 50 Prozent anzurechnen. Danach gilt die Wohnflächenverordnung, wonach der Wohnwert des Balkon, also seine Lage, entscheidend ist. Balkone in guten Lagen zählen zu einem Viertel, in Ausnahmefällen kann der Balkon auch mit der Hälfte der Fläche angerechnet werden.

Ist die Wohnfläche insgesamt tatsächlich kleiner als im Mietvertrag angegeben, kann der Mieter die Miete mindern, allerdings nur dann, wenn die Abweichung mehr als zehn Prozent beträgt. Jedes Prozent Abweichung rechtfertigt dann ein Prozent Mietminderung.