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05.07.18 - 10:18 Uhr

Was Mieter bei Schattenspendern auf dem Balkon beachten sollten

Im Sommer mit seiner intensiven Sonneneinstrahlung und auch Hitze möchten viele etwas Schatten auf dem Balkon oder der Terrasse haben. Als Schattenspender kommen in Betracht: der Sonnenschirm, die Markise, das Sonnensegel oder die Pergola.

Mieter sollten in ihren Mietvertrag oder die Hausordnung sehen, um zu prüfen, was erlaubt ist und wozu man die Einwilligung des Vermieters und zusätzlich eine Baugenehmigung benötigt. Stellt man einen Sonnenschirm auf, gelten dafür andere Vorschriften als für ein Sonnensegel oder gar eine Pergola. Standort und Befestigung spielen eine wichtige Rolle. Die wichtigste Frage ist, ob es sich um eine bauliche Einrichtung handelt oder ob der Sonnenschutz nur vorübergehend mit dem Gebäude verbunden ist.

Wenig Probleme bereitet ein Sonnenschirm in einem Mehrparteiengebäude. So ein Schirm gehört zur Nutzung der Mietwohnung dazu. Vermieter und Nachbarn können nichts dagegen haben. „Wie soll man sich sonst Schatten verschaffen?", fragt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.

„Mit der Markise verhält sich die Sache schon anders. Mieter dürfen diese nur befestigen, wenn der Vermieter zustimmt. Oft geht es um ein einheitliches Fassadenbild des Hauses, das gewährleistet sein soll. Eine Markise ist eine bauliche Veränderung", erklärt Kaisers, "allerdings braucht man nicht die Baubehörde einzuschalten."

Wenn der Vermieter sein Plazet gegeben hat, ist der nächste Schritt, von einem Fachmann die Statik prüfen zu lassen. "Bei Beton ist das wohl kein Problem, wird die Markise aber in Holz verankert, hängt es von der Größe der Markise und dem Balken ab. Wer sich hier verschätzt, riskiert, dass der Sonnenschutz auf die Balkonbenutzer kracht. Auch an den Rückbau der Markise bei Auszug sollten Mieter schon bei der Installation denken.

Noch brisanter wird es mit einem Sonnensegel. Die leiten je nach Größe schon bei durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten starke Kräfte an ihre Befestigung weiter. Deshalb raten Fachleute dazu, unbedingt die Richtlinien für die Befestigung zu beachten. Die Hauswand sei nicht immer ein geeigneter Haltepunkt. Man müsse immer den Aufbau der Wand kennen und in jedem Fall Dämmschichten berücksichtigen. Auch bei einem Sonnensegel muss der Mieter stets die Zustimmung des Vermieters einholen.

Die Pergola ist, je nach Größe, schon ein Fall für das Bauamt, weil die örtliche Bauordnung berührt ist.