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14.06.18 - 09:55 Uhr

Versicherungskunden sollten ihre Policen regelmäßig überprüfen lassen

Eigentlich sollte jeder Erwachsene über eine Privathaftpflichtversicherung verfügen, Mieter allemal. Der Name der Versicherung besagt: Nicht die Versicherung ist Pflicht, wohl aber muss jeder nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) für den Schaden, den er einem anderen zufügt, haften. Und das kann sehr teuer werden, z.B. wenn in einer Wohnung ein Wasserschaden wegen einer defekten Waschmaschine entsteht.

Nun haben ca. 85 Prozent der Verbraucher eine Haftpflichtversicherung, aber die Police ist teilweise schon alt. Sie schlummert seit Jahren in einem Ordner und die Leute haben dabei das Gefühl, sie seien gut versichert. Das ist aber oft ein Irrtum. Denn man kann leicht sparen, nicht nur in der privaten Haftpflicht, sondern auch bei Hausrat- oder anderen Versicherungen.
Für Versicherungskunden lohnt sich ein kurzer jährlicher Check: Was hat sich verändert ? Ist die Deckungssumme noch aktuell (10 Mio. Euro) ? Gibt es inzwischen Leistungen, die bei älteren Verträgen noch gar nicht im Angebot waren, beispielsweise die Forderungsausfalldeckung ? Ist sie vorhanden,  zahlt die eigene Haftpflichtversicherung für Schäden, die Dritte verursacht haben, wenn diese nicht versichert sind und den Schaden nicht begleichen können.  Oder es ist zu klären, ob die Versicherungsprämien deutlich zurückgegangen sind und die Versicherung deshalb zu teuer ist.

Eigentlich sollte es eine Verpflichtung der Gesellschaften sein, die Versicherten auf Neuerungen hinzuweisen, aber für den Bund der Versicherten steckt hinter dem Schweigen der Versicherer Kalkül: Schließlich verdienen sie gut an überhöhten Prämien aus Altverträgen. Dafür nehmen sie dann in Kauf, dass einige Kunden verärgert wechseln, wenn sie das entdecken.

Wer seine eigenen Policen prüfen will, kann das sehr einfach tun: In der Zeitschrift „Finanztest“ werden immer wieder Privathaftpflichtkonditionen und Preise getestet. Auch ein Online-Besuch bei einem Vergleichsportal wie Verivox oder Check24 bringt einen ersten Hinweis auf das Preisniveau. Dann ist es oft sinnvoll, bei einer oder mehreren Gesellschaften direkt auf die Webseite zu gehen, auch bei dem bisherigen Versicherer. Hat der Kunde einen deutlich besseren Preis gefunden, gibt es zwei Möglichkeiten: Er sucht sich einen neuen Versicherer und kündigt dann, - aber bitte nicht umgekehrt. Oder er ruft den bisherigen Anbieter oder dessen Vertreter an und weist auf den niedrigeren Preis hin. Oft gibt der Versicherer dann nach. Auch die Verbraucherzentrale gibt Hilfe, wie man einen guten Versicherungsanbieter finden kann.