Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können daher diese Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

09.01.18 - 12:35 Uhr

Neuer Betriebskostenspiegel für Deutschland

Mieter müssen in Deutschland im Durchschnitt 2,17 Euro/qm/Monat für Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die sogenannte zweite Miete bis zu 2,76 Euro/qm/Monat betragen.

Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Mieterbund jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2015 vorlegt. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung müssten bei Anfallen aller Betriebskostenarten 2.649,60 Euro für das Abrechnungsjahr 2015 aufgebracht werden.
Während in den westlichen Bundesländern im Durchschnitt 2,18 Euro/qm/Monat gezahlt wurden, waren es in den östlichen Bundesländern 2,10 Euro. Die Kosten für Heizung und Warmwasser lagen hier rund 8 Prozent niedriger, die Kosten für die Wasserversorgung einschließlich Abwasser lagen etwa 15 % über den Durchschnittswerten im Westen. Dafür waren die kommunalen Gebühren, also Grundsteuer, Straßenreinigung, Müllbeseitigung in den westlichen Bundesländern teurer, genauso wie die Kosten für Versicherungen oder für Dienstleistungen wie Gebäudereinigung, Gartenpflege oder Hausmeister.
Insbesondere bei den Betriebskostenpositionen Grundsteuer, Wasser/Abwasser oder Müllbeseitigung ergeben sich regional bzw. lokal teilweise erhebliche Preisunterschiede. Das gilt auch für Heizkosten und Warmwasser.
Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind im Abrechnungsjahr 2015 deutlich gesunken und liegen jetzt im Durchschnitt bei 1,07 Euro/qm/Monat. Hier wird die Höhe der Kosten vor allem von klimatischen Einflüssen, dem energetischen Zustand der Wohnung und starken Preisunterschieden sowohl zwischen Heizöl, Gas und Fernwärme, als auch zwischen den einzelnen Gas- und Fernwärmeversorgern bestimmt.
Der Rückgang bei den „warmen Betriebskosten“ 2015 ist vor allem auf sinkende Energiepreise zurückzuführen. So ging der Preis für Heizöl um 23,1 Prozent zurück, Fernwärme wurde 5,6 Prozent und Gas 1,5 Prozent günstiger.
Auch im Jahr 2016 sind die Ölpreise weiter gesunken und die Preise für Fernwärme und Gas liegen deutlich niedriger als noch 2015. Doch bei den Abrechnungen für 2017 muss wieder mit einem Anstieg der Energiepreise gerechnet werden.