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03.01.18 - 17:31 Uhr

Unzureichende Gebäudeversicherung kann auch Mietern schaden

„Extreme Wetterereignisse wie Überschwemmung oder Starkregen sind in den vergangenen Jahren häufiger geworden. Das Jahr 2016 war besonders schlimm. Was viele nicht wissen: Schäden durch vollgelaufene Keller, überschwemmte Wohnungen oder eingedrückte Fenster sind in einer normalen Wohngebäudeversicherung nicht abgesichert, sondern müssen über eine Elementarschadenpolice extra geschützt werden,“ sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.

In Deutschland hätten noch relativ wenige Gebäude eine solche Deckung. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft seien es deutschlandweit 40 Prozent, die eine sog. Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben. „Das kann fatal sein, denn im Ernstfall steht nicht nur der Hauseigentümer ohne Versicherungsschutz da, auch die Mieter des Hauses sind betroffen, weil etwa das Haus nicht mehr bewohnbar ist“, warnt der Mieterverein. In der Vergangenheit ist deshalb immer wieder der Staat mit Steuermitteln eingesprungen, wenn Menschen nach einem schweren Unwetter vor dem finanziellen Ruin standen. Diese Entwicklung missfällt der Politik immer mehr, und sie versucht, mit Aufklärungskampagnen und erhöhtem Druck Hausbesitzer zur privaten Vorsorge zu motivieren.
Einige Bundesländer haben deswegen einen Entschluss gefasst: Wer sich nicht versichert, sei es aus Unwissenheit, Sparsamkeit oder fehlendem Risikobewusstsein, darf künftig nicht mehr automatisch damit rechnen, dass ihm der Staat mit Steuermitteln hilft, so ein Beschluss der Ministerpräsidenten. In Hessen gibt es deshalb eine Informationskampagne des Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die für mehr Bewusstsein in der Bevölkerung für den Schutz vor Naturgefahren wirbt.