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27.09.17 - 12:19 Uhr

Mieterverein zum Geschäftsbericht der Baugenossenschaft Lollar/Lumdatal

"Die Anstrengungen der Baugenossenschaft Lollar/Lumdatal hinsichtlich der Verbesserung der Barrierefreiheit und der energetischen Situation in ihrem Wohnungsbestand sind zu begrüßen, wenn das nicht zu starken Mietsteigerungen führt”, heißt es in einer Stellungnahme des Mietervereins zu dem jetzt vorgelegten Geschäftsbericht.

“Positiv ist auch, dass die  Genossenschaft bei ihren Modernisierungsmaßnahmen den Problembaustoff Polystyrol meidet. Aber vom Bau neuer Wohnungen, die auch in Lollar benötigt werden, ist leider keine Rede. Anstatt den Genossenschaftsmitgliedern eine in der augenblicklichen Niedrigszinsphase stattliche Dividende von 4 Prozent auszuzahlen, wären Teile des Geldes besser in Neubauinvestitionen angelegt. Schließlich wohnen die Mieter der Genossenschaft ja auch recht günstig”, sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wieczorek irre, wenn er von einem Mietspiegel für Lollar spricht. Den gebe es für keine Gemeinde im Landkreis, auch nicht für die Stadt Gießen, zumindest keinen vor Gericht verwertbaren Mietspiegel. Da der Begriff rechtlich nicht geschützt sei, könne jeder sich seinen Mietspiegel zurechtbasteln.
“Wir bezweifeln aber nicht, dass die genannten Miethöhen für Lollar zutreffen. Das spiegelt aber die Marktmarktsituation, in der eine verstärkte  Wohnungsnachfrage auf ein zu geringes Angebot trifft, wodurch die Mieten steigen. Schon deshalb ist die Wohnungsbaugenossenschaft in der Pflicht, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass mehr bezahlbare Wohnungen  in Lollar entstehen,” fordert man beim Mieterverein.