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24.07.17 - 09:49 Uhr

Mansardenwohnung – hell und im Sommer oft warm

Dachwohnungen sind bei vielen begehrt, denn sie bieten oft einen schönen Ausblick. Aber die Räume sollen auch hell sein und im Sommer nicht zu warm werden. Dazu braucht es eine gute Wärmedämmung und die richtigen Fenster.

Das Dachgeschoss gehört nicht selten zu den attraktivsten Räumen in einem Haus. Vielfach hat man einen guten Ausblick. Und mit seinen schrägen Wänden vermittelt es ein gemütliches Flair. Aber es darf nicht zu dunkel und zu warm sein. Dafür bietet der Handel inzwischen eine große Auswahl an Dachflächenfenstern oder Gauben.
Es gibt Vorschriften, wie viel natürliches Licht in Dachräume oder Dachgeschosse scheinen muss. Die Landesbauordnungen verlangen in der Regel einen Lichteinfall von einem Zehntel bis zu einem Achtel der Grundfläche der Räumlichkeit, erläutert der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks. In einem 50 Quadratmeter großen Dachgeschoss muss es also mindestens fünf Quadratmeter Fensterfläche geben. Dabei ist es dem Eigentümer überlassen, ob er diese Fläche auf ein oder mehrere Fenster verteilt. Diese Vorgaben variieren aber in den einzelnen Bundesländern.
Große Dachfenster oder Zwillings- und Drillingsfenster in der Dachschräge sind oft eine einfache und wirtschaftliche Lösung. Durch die Schräglage gelangt viel Licht ins Innere. In Dächer mit Kniestock kommen oft schräge Fenster mit unten senkrechten Elementen. Zu beachten ist, dass durch die geneigten Fenster im Sommer viel mehr Wärme hineinkommt als durch vertikal angebrachte Fenster", sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers. "Deshalb überheizen Dachgeschosse schnell." Hier lässt sich mit einem wirksamen Sonnenschutz vorbeugen, am besten mit außen angebrachten Rollläden. Je größer die transparenten Flächen sind, desto besser sollten der Wärmedurchgangskoeffizient - besser bekannt als U-Wert - des Glases und der Sonnenschutz sein.
Wenn es in einer qualitativ gut ausgestatteten Neubau-Dachgeschosswohnung tagsüber 30 Grad wird und nachts trotz Lüftens die Temperatur nicht unter  25 Grad sinkt, liegt ein unzureichender Wärmeschutz vor, der die „Wohlbefindlichkeitsschwelle“ (25-26 Grad) beeinträchtigt, befand das Amtsgericht Hamburg (Az. 46C 108/04) . Es billigte den Mietern eine Mietminderung zu. In einem anderen Fall sprach ein Berliner Gericht den Mietern sogar ein Recht auf fristlose Kündigung zu.