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16.06.17 - 17:36 Uhr

Mieterverein besorgt um Brandsicherheit

“Der schreckliche Hochhausbrand in London muss Veranlassung geben, auch hierzulande über die Brandsicherheit in Wohngebäuden neu nachzudenken, weil Fassadenbrände nicht ausgeschlossen sind”, fordert der Mieterverein.

Schnell werde die deutsche Öffentlichkeit von offizieller Seite beruhigt, dass sich in Deutschland eine solche Katastrophe nicht ereignen könne, da es strengere Brandschutzvorschriften als in Großbritannien gebe. So sei es verpflchtend, bei Häusern über 22 Meter Höhe ( 7 Stockwerke) nur noch nicht brennbares Material zur Fassadendämmung einzusetzen. “Aber bei Wohngebäuden unterhalb dieser Firsthöhe wird vorwiegend Polystyrol für die Wärmedämmverbundsysteme an der Außenfassade benutzt, weil es billiger ist als anderes Dämmmaterial. Die Hersteller   sagen, das Polystyrol habe hervorragende Eigenschaften und es sei “schwer entflammbar”. Das heißt aber, es ist eben doch brennbar, wie etliche Fassadenbrände in den letzten Jahren gezeigt haben, die die Feuerwehren nur sehr schwer in den Griff bekamen. Dennoch setzt auch die Wohnbau Gießen bei ihren energetischen Modernisierungsmaßnahmen den Problemdämmstoff bevorzugt ein,” sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers. Der Mieterverein habe das in den letzten Jahren wiederholt kritisiert, weil der Baustoff aus einer ganzen Reihe von Gründen, auch wegen seiner Brandgefährlichkeit, nicht mehr zum Einsatz kommen sollte. “Wir fragen, wann endlich in der Chefetage der Wohnbau ein Umdenken einsetzt, damit die Mieter zumindest in den Häusern, die zur energetischen Modernisierung anstehen, ohne Sorge um ihre Sicherheit werden wohnen können”.