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16.03.17 - 18:46 Uhr

Mieterverein begrüßt Diskussion in Kreisgemeinden um Beitritt zur Wohnungsbau-GmbH

Die Diskussion in Lich und anderen Kreiskommunen über die Frage eines Beitritts zu der Gesellschaft „Sozialer Wohnungsbau und Strukturförderung im Landkreis Gießen“ ist erfreulich.

Sie zeigt, dass ein dringender wohnungspolitischer Handlungsbedarf  besteht, um den Mangel an bedarfsgerechten und bezahlbaren Wohnungen in etlichen Gemeinden, vor allem im Speckgürtel um Gießen herum, zu beseitigen. Dabei ist auch ein Nachdenken über eine „Sozialquote“ notwendig, heißt es in einer Presseerklärung des Mietervereins.
„Viele Jahre haben sich die Gemeinden im Kreis bequem auf die Stadt Gießen verlassen. Menschen, die sich auf dem freien Wohnungsmarkt ohne öffentliche Unterstützung nicht selber versorgen können, wurden an die Stadt Gießen mit ihrem großen Bestand an Sozialwohungen weitergereicht. Davon gibt es aber immer weniger. Selber haben die Kreiskommunen so gut wie keinen öffentlich geförderten Wohnungsbau betrieben. Das rächt sich nun, denn die Nachfrage nachpreiswerten Wohnungen steigt und Gießen kann das Wohnraumversorgungsproblem nicht alleine lösen“, sagt der Vereinsvorsitzende, Stefan Kaisers.
Viele Baugenossenschaften im Kreis hätten keine Anstrengungen unternommen, um zusätzlichen günstigen Wohnraum zu errichten, weil sie nur Bestandspflege betrieben. Die finanziellen Mittel für den Neubau seien durchaus vorhanden.
„Wenn die Stadt Lich nun beklagt, man könne private Bauinvestoren nur schwer für diese Aufgabe gewinnen, so sollte sie die „Sozialquote“ einführen. Die würde private Bauträger dazu verpflichten, im Rahmen des Bauprojektes  auch anteilig öffentlich geförderte Wohnungen zu bauen. Die rechtlichen Instrumente dazu sind vorhanden. Man muss sie nur nutzen, aber leider fehlt dazu oft der politische Wille,“ beklagt der Mietervereinsvorsitzende.