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01.03.17 - 18:00 Uhr

Einsparung von Heizenergie lässt zu wünschen übrig

Wer im Lande wüsste besser als die Heizungsableser, wie es um Energiewende und den Klimaschutz in den deutschen Wohngebäuden bestellt ist ? Die von Energiedienstleistern wie Brunata-Metrona, Ista oder Techem erhobenen Daten geben ein ungeschminktes Bild davon, wie sich energetische Sanierungen, Effizienzvorgaben für den Neubau, Informationskampagnen und Energiespartipps auf den heimischen Heizwärmeverbrauch auswirken.

Darüber berichtet jetzt der Mieterverein.
„Seit dem Jahr 2000 veröffentlicht Techem jährlich ein umfangreiches Zahlenwerk mit anonymisierten, deutschlandweit erhobenen Verbrauchsdaten, aus dem sich ablesen lässt, welche Fortschritte hier zu verzeichnen sind. Die jüngste Auswertung - die den Gas-, Öl- und Fernwärmeverbrauch von mehr als 1,5 Millionen Haushalten in 130 000 Mehrparteienhäusern im Jahr 2015 darstellt - kommt dabei zu einem ernüchternden Ergebnis: Der witterungsbereinigte Heizenergieverbrauch ist gegenüber dem Vorjahr bundesweit nahezu konstant geblieben“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.
Die Untersuchung mache auch deutlich, welch große Bedeutung das Nutzerverhalten hat. In vielen Gebäuden unterscheiden sich die Verbräuche der einzelnen Haushalte erheblich voneinander. Wie eine Befragung von 2000 Bewohnern durch Techem zeige, lassen zehn Prozent von ihnen die Heizung im Winter auch bei Abwesenheit unverändert laufen. So könne ein verschwenderischer Umgang mit Energie die Wirkung einer guten Dämmung oder effizienter Heiztechnik aufheben. Der rein rechnerisch ermittelte Energiebedarf einer Immobilie und der reale Verbrauch der Bewohner würden daher nicht selten deutlich voneinander abweichen.
„In der Diskussion wird leider immer noch der Energieverbrauch zum Maßstab aller Betrachtungen gemacht, anstatt der Ausstoß von klimaschädlichem CO2. Dann käme vermutlich heraus, dass z.B. die häufig verwendeten Dämmplatten aus Polystyrol unterm Strich keinen Beitrag zum Umweltschutz leisten, sondern eher schädlich sind. Nachhaltig sind sie schon gar nicht“, meint Kaisers. „Voll gedämmte Häuser, die mit Energiespartechnik hochgerüstet sind, z.B. mit automatischen Lüftungsanlagen, entwickeln sich längst zu Reparaturfallen und sind Stromfresser, was nur die Stromanbieter erfreut.“