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02.01.17 - 15:56 Uhr

Wohnkostenbelastung wird auch 2017 steigen

Die Bundesbürger werden im neuen Jahr noch stärker belastet, um ihre Miete oder die laufenden Kosten für ihre Immobilien zu bezahlen. "Wir gehen davon aus, dass sich die Preisspirale weiter dreht", so lautet die Prognose für 2017 vom Mieterverein.

Vor allem das Wohnen in Städten, Universitätsstandorten und Ballungsgebieten wird nach seinen Schätzungen nochmals teurer werden.
In Großstädten zahlten Mieter nach einem Umzug bereits 2016 etwa sieben bis acht Prozent mehr. Die Bestandsmieten verteuerten sich nach einschägigen Erhebungen  nicht ganz so stark, aber doch spürbar. "Es gibt kein Indiz, dass die Mieten im neuen Jahr weniger stark steigen", sagt der Mietervereinsvorsitzende, Stefan Kaisers.
Am preiswertesten wohnt es sich in ländlichen Gegenden. Dort würden die Preise sich kaum verändern. Kaisers macht dafür vor allem die dortige geringe Nachfrage verantwortlich. Junge Menschen ziehe es in die Städte. Das sei zwar schon in früheren Jahren so gewesen, heute allerdings blieben die meisten Zugezogenen auf Dauer dort. Das liege auch daran, dass weniger Familien gegründet würden, die dann aufs Land zögen und an dem guten Arbeitsplatzangebot in den Ballungsräumen.
Die Wohnungsunternehmen schätzten, dass in Deutschland 850 000 Wohnungen fehlen. Trotz steigender Baugenehmigungen werde nicht einmal "der Status quo des Wohnraum-Mangels gehalten", kritisierte der Präsident des Branchenverbands GdW, Axel Gedaschko. Der oberste Lobbyist der Wohnungswirtschaft fordert deshalb, die Städte in der Fläche zu vergrößern. Nur höher und dichter zu bauen, reiche nicht aus. "Wir brauchen neue Stadtteile und zugleich Verdichtung in den bestehenden."
Die Bundesregierung hat bereits Maßnahmen gegen zu stark steigende Mieten und Wohnungsnot ergriffen. Bisher aber wirkt die Mietpreisbremse nicht wie gewünscht. Auch der Neubau von Wohnungen kommt zu langsam voran.