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22.10.16 - 16:54 Uhr

Zahl der Mieter mit Zahlungsrückständen nimmt weiter ab

Mietrückstände können zum Verlust der Wohnung führen. Nach der gesetzlichen Regelung ist eine fristlose Kündigung möglich, wenn der Rückstand mehr als zwei Monatsmieten beträgt und länger als zwei Monate dauert.

Auch Mieter, die mit weniger als  zwei Monatsmieten im Rückstand sind, müssen mit einer Kündigung rechnen. Nach einem Urteil des  Bundesgerichtshofes (Az. VIII ZR 107/129) kann der Vermieter in einem solchen Fall mit einer Frist von drei Monaten kündigen.“ Darauf weist der Mieterverein jetzt hin.
Etwa drei Millionen Haushalte gelten als überschuldet. Nach einer Hochrechnung des Statistik-Portals Statista wurden 2015 etwa 6,72 Millionen Privatpersonen in Deutschland als überschuldet oder "nachhaltig zahlungsgestört" eingestuft, etwas mehr als in den vergangenen Jahren.
Aber es gibt auch eine gute Entwicklung: Die Mietschulden gehen immer weiter zurück, berichtet der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Registrierten die im GdW organisierten 3000 Wohnungsunternehmen 2003 noch 757 Millionen Euro Mietschulden, lagen diese im vergangenen Jahr nur noch bei 387 Millionen Euro. Dementsprechend hat sich der Anteil der Mietschulden an den jährlichen Gesamtmieteinnahmen seit 2003 von 4,4 Prozent auf 2,0 Prozent mehr als halbiert.
Die positive Entwicklung hänge mit der wirtschaftlich stabilen Lage in Deutschland zusammen, heißt es von dem größten Dachverband der Wohnungsunternehmen in Deutschland. Vermutet wird, dass dieser Trend anhalte, sich künftig aber verlangsamen werde. Dass die Mietschulden in den vergangenen Jahren kleiner wurden, führt der Verband auch auf das professionelle Vermietungs- und Mietschuldenmanagement der Unternehmen zurück sowie auf die Beratungs- und Betreuungsangebote für säumige Zahler. Zum einen werde also das Geld stärker eingetrieben, zum anderen gebe es mehr Hilfe für Mieter in Not. Die Wohnungsunternehmen kooperieren nach eigenen Angaben hier auch mit öffentlichen Schuldnerberatungen und sozialen Einrichtungen. So arbeiteten die Vermieter darauf hin, dass Mietrückstände gar nicht erst dauerhaft entstünden.