Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können daher diese Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

09.09.16 - 11:29 Uhr

Mieterverein begrüßt Gesetzentwurf zur Maklerqualifikation

Beim Mieterverein zeigt man sich erfreut darüber, dass die Bundesregierung endlich dafür sorgt, dass Makler künftig die Qualifikation für ihren Beruf nachweisen müssen. Die Bundesregierung beschloss dazu jetzt einen Gesetzenwurf. Der sieht vor, dass Immobilienmakler einen Sachkundenachweis erbringen müssen, wenn sie eine Gewerbeerlaubnis erhalten wollen.

„Die Arbeit der Makler ist vielfach Anlass für verbreitete Kritik. Auf den angespannten  Wohnungsmärkten in den Groß- und Universitätsstädten spielen sie sich oft wie die Herren im Haus, obwohl es ihnen gar nicht gehört. Erweist sich ein Suchauftrag als mühselig, hört man bald nichts mehr von ihnen. Ursache dafür ist einerseits das krumme Geschäftsprinzip des Makelns auf Provisionsbasis. Und zum zweiten liegt es daran, dass in der Branche eine Reihe fragwürdiger Gestalten tummeln“, sagt der Mietervereinsvorsitzende, Stefan Kaisers.
Deshalb sei es erst einmal gut, wenn das Bundeskabinett nun ein Gesetz auf den Weg bringt, das von Immobilienmaklern einen sogenannten Sachkundenachweis verlangt. Bislang müsse jeder Nachtwächter mehr Qualifikationen haben als ein Makler. Die Frage sei nur, wie ein solcher Nachweis dann aussieht. Vieles deute darauf hin, dass sich der an den Regeln der Industrie- und Handelskammern orientiert: zwei bis drei Wochen Schulung, dann darf sich jeder Makler nennen.
Beim Mieterverein warnt man davor, mit dem neuen Gesetz wie bei der Mietpreisbremse  nur ein Scheingesetz zu schaffen. „Schließlich geht es bei der Arbeit der Makler immer um viel Geld. Und deshalb verlangen wir, dass die Vorschriften wesentlich weiter gehen müssen. Es ist richtig, wenn der Immobilienverband Deutschland (IVD) schon seit längerem eine mehrjährige Ausbildung fordert – den Immobilienkaufmann. Das würde dann zwar nicht viel am Geschäftsmodell des Makelns ändern, aber die Sachkenntnis des Personals verbessern.“