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08.09.16 - 11:24 Uhr

Mieterverein mahnt Handlungskonzept des Kreises zum Wohnungsbau an

Der Mieterverein mahnt den Fortgang der Bemühungen des Landkreises bei seiner geplanten Wohnungsbau-Förderinitiative an.

Der Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum auch in den Kommunen des Kreises kommt oberste politische Piorität zu“, heißt es in einer Presseerklärung des Mietervereins.

Zur Erinnrung : Anfang Oktober 2015 ergriff die Landrätin die Initiative zur Schaffung von mehr preisgünstigem Wohnraum im Kreisgebiet. Dazu sollte ein „Zweckverband Wohnungsbau“ gergründet werden, an dem sie die Kommunen des Kreises sowie die Wonungsbaugenossenschaften beteiligen können. Versprochen wurde, bis zum Jahresende ein entsprechendes Konzept vorzulegen. „Der Mieteverein hat das Vorhaben begrüßt, weil es einen richtigen und wichtige Schritt darstellt, der dazu beiträgt, den Zuzug nach Gießen zu bremsen und damit den Druck aus dem Kessel des Wohnungsmangel in der Stadt zu nehmen,“ sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.

Im Rahmen des Kommunalwahlkampfes sei über das Förderkonzept in vielen Gemeinden kontrovers diskutiert worden, einige hätten auch schon ihre Zustimmung signalisiert. Der Regierungspräsident habe dann als Kommunalaufsicht die Rechtsform des Zweckverbandes für unzulässig erklärt. „Wann kommt nun das Handlungskonzept?“ fragt der Mieterverein. Es sei offensichtlich, dass das Angebot an Wohnungen im unteren Preissegment,  vor allem in Speckgürtel um Gießen herum, zügig  ausgeweitet werden müsse, weil die Nachfrage wachse, auch wegen der Flüchtlinge, die nun zusätzlich auf den Wohnungsmarkt drängen.

„Unverständlich ist, dass etliche Wohnungsbaugenossenschaften im Kreis noch immer keine verstärkten Anstrengungen im Neubaubereich unternehmen, ihren Mitgliedern aber respektable Dividenden ausschütten und aufwändige Bestandspflege betreiben. Sie sollten sich an ihren Namen erinnern und die Förderprogramme des Landes in Anspruch nehmen, die lange nicht so gut waren wie heute. Preiswertes Bauland gibt es in den Kreisgemeinden immer noch, ganz anders als in der Stadt Gießen“, erklärt Kaisers.