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11.07.16 - 12:06 Uhr

Ist das Kellerabteil feucht, dürfen Mieter die Miete mindern, aber nicht fristlos kündigen.

„Ein feuchter Keller ist ein Mietminderungsgrund. Das gilt auch dann, wenn der vermietete Raum nicht zur Wohnfläche zählt. Kann der Mieter den Keller nicht nutzen, ist eine Minderungsquote von drei Prozent der Bruttomiete angemessen, so eine Entscheidung des Amtsgerichtes (Az. 5 C 4/15). Auf das Urteil weist der Mieterverein hin.
Dagegen muss der Vermieter - nach fristloser Kündigung - eine Zurückbehaltung von zwei Monatsmieten durch die Mieter nicht hinnehmen. Im konkreten Fall ging es um ein kleines Kellerabteil. Der Vermieter stellte in dem 2,61 Quadratmeter großen Raum gegen die Feuchtigkeit ein Trockengerät auf. Die Mieter konnte den Raum dadurch nicht mehr nutzen und minderten ihre Miete. Außerdem informierten sie ihren Vermieter schriftlich darüber, dass sie die Wohnung fristlos kündigen. Der Vermieter klagte dagegen und forderte von den Mietern eine Restmiete. Der Amtsrichter gab dem Kläger zu großen Teilen Recht. Dem Vermieter stehe für die beiden Monate ein Mietzahlungsanspruch von insgesamt 338 Euro zu.