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10.05.16 - 14:05 Uhr

Mieter können ihre Stromkosten mit dem Stromspiegel vergleichen

Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt kann jährlich 1.100 Kilowattstunden (kWh) Strom sparen. Das entspricht 310 Euro und rund 600 Kilogramm CO2-Emissionen. Diese Zahlen gehen aus dem neuen „Stromspiegel für Deutschland“ hervor, den das Bundesumweltministerium gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlicht hat. Darauf weist jetzt der Mieterverein hin.
144.000 Verbrauchsdaten deutscher Haushalte wurden dafür ausgewertet. So verbraucht ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus 2.900 kWh Strom im Jahr. Ein Haushalt gleicher Größe in der effizientesten Stromspiegel-Kategorie kommt hingegen mit 1.800 kWh oder weniger aus.
„Mit dem Stromspiegel können die Haushalte leicht feststellen, wie groß ihr Stromspar-Potenzial ist. Stromsparen gehört zu den zentralen Maßnahmen für den Klimaschutz. Dabei kann jeder mitmachen, auch mit kleinen Maßnahmen wie abschaltbaren Steckdosenleisten oder sparsamen LED-Lampen“, erklärt die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Mit der eigenen Stromrechnung und den bundesweiten Vergleichswerten des Stromspiegels können Privathaushalte den eigenen Verbrauch einordnen, zum Beispiel als „gering“, „mittel“ oder „sehr hoch“. Dabei berücksichtigt der Stromspiegel auch die Wohnsituation. Faktoren wie Haushaltsgröße, Gebäudetyp und die Art der Warmwasserbereitung fließen in das Ergebnis ein und ermöglichen ein differenziertes Bewerten. Die Stromspiegel-Broschüre ist bei allen Projektpartnern erhältlich und kann auf www.mieterbund.de oder www.stromspiegel.de heruntergeladen werden. Dort finden Verbraucher auch konkrete Tipps und Beratungsangebote zum Stromsparen.
Stellen Haushalte mit dem Stromspiegel einen erhöhten Stromverbrauch fest, unterstützt sie die Website www.die-stromsparinitiative.de beim Umsetzen von Sparmaßnahmen. Dort finden Verbraucher die Angebote verschiedener Akteure im Bereich Stromsparen – von konkreten Stromspar-Tipps über Beratungsangebote vor Ort bis hin zum StromCheck. Dieser kostenlose Online-Ratgeber hilft beim Aufspüren von Stromfressern.
Der Stromspiegel für Deutschland 2016 bewertet den Verbrauch erstmals in sieben Kategorien statt wie bislang in vier. Wie beim EU-Energielabel bedeutet „grün“ (Klasse A) einen geringen Verbrauch und „rot“ (Klasse G) einen sehr hohen Verbrauch. Private Haushalte können so ihren Stromverbrauch noch besser einordnen.