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01.03.16 - 18:04 Uhr

Landesregierung muss Sozialen Wohnungsbau verstärkt fördern

Anlässlich des jüngst veröffentlichten Armutsberichtes des Paritätischen Gesamtverbands fordert der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers:  „Die Hessische Landesregierung muss alle Hebel in Bewegung setzen, um möglichst schnell weitere Sozialwohnungen zu schaffen.“ Während in neun Bundesländern die Armutsquote abgesunken sei, steige sie in Hessen weiter an.

„Leider werden bezahlbare Wohnungen, vor allem Sozialwohnungen, immr mehr zur Mangelware. Innerhalb der letzten 25 Jahre hat sich der Bestand an Sozialwohnungen von über 200.000 auf nunmehr rund 100.000 Wohnungen halbiert. Jährlich fallen weiterhin mehr als 3.000 Sozialwohnungen aus der Bindung heraus, in Gießen gut 100“,  so Kaisers. Die Landesregierung müsse alles tun, um zu verhindern, dass sich dieser Trend weiter fortsetze. Kaisers hofft, dass die Vorschläge der Arbeitsgruppen der im vergangenen Jahr gegründeten „Allianz für Wohnen in Hessen“ zügig geprüft und umgesetzt würden, damit nicht nur der jährliche Verlust aufgefangen wird, sondern wieder deutlich mehr Sozialwohnungen entstehen.

„Damit nicht nur die aller Ärmsten in den Genuss einer Sozialwohnung  kommen, müssen darüber hinaus die Einkommensgrenzen deutlich erhöht werden, die unterhalb derer anderer westlicher Bundesländer liegen.“ Beim Mieterverein fordert man eine Steigerung um mindestens 20 Prozent, damit überhaupt eine Wirkung erzielt wird. Schließlich dürfe man nicht vergessen, dass die allgemeinen Lebenshaltungskosten in den hessischen Ballungszentren und Universitätsstädten deutlich höher liegen als anderswo“, so Kaisers weiter. Aufgrund der weiter steigenden Mieten seien immer mehr Menschen dem Armutsrisiko ausgesetzt, nicht nur Arbeitslose und Alleinerziehende, sondern zunehmend auch Rentner und Studenten sowie Arbeitnehmer, deren Nettoeinkommen oft nicht mehr ausreiche, um die laufenden Wohnkosten tragen zu können -  trotz Förderung wie Wohngeld u.ä.

Auch hinsichtlich der Fehlbelegungsabgabe rät der Mieterverein der Landesregierung, noch einmal über die Einkommensgrenzen nachzudenken und diese zu erhöhen.