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17.02.16 - 17:38 Uhr

Mehr bezahlbare Wohnungen statt teure Immobilienverkäufe - Mieterverein zur geplatzten Fusion Vonovia/Deutsche Wohnen

Beim Mieterverein reagiert man mit Erleichterung auf die Nachricht, dass die   feindliche Übernahme des Wohnungskonzerns „Vonovia“,  die „Deutsche Wohnen“ zu übernehmen, gescheitert ist.

„Die „Vonovia“ sollte sich endlich richtig um ihre Mieter kümmern und die schon lange versprochene bessere Kundenorientierung umsetzen. Etwa bei den Betriebskosten gibt es immer wieder neue Kostenpositionen, die aus Sicht des Mietervereins nicht umlegbar sind“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.
„Wenn die „Vonovia“ (370.000 Wohnungen) die Deutsche Wohnen (142.000 Wohnungen) übernommen hätte,  wären dadurch weder für den Wohnungsmarkt  noch für Mieter irgendwelche Vorteile entstanden. Bei der Paarung zweier Sauriere  kommt selten Gutes heraus, wie die Wirtschaftsgeschichte zeigt,“ erklärt man beim Mieterverein und fügt hinzu :„Schließlich wäre damit keine einzige neue Wohnung entstanden. Und dem Staat wäre Grunderwerbssteuer in einer dreistelligen Millionenhöhe verloren gegangen“. Der Mieterverein würde es sehr begrüßen, wenn Deutschlands größter Vermieter endlich mehr Geld in den Neubau von Wohnungen investieren und seine Bestände ordnungsgemäß und sozialverträglich instand setzten würde.

Hätte die Fusion geklappt, so wäre es zu Nachteilen für alle Mieterinnen und Mieter zu gekommen. Schließlich hätte eine Übernahme den Druck zur Kostensenkung einerseits und zur Steigerung der Einnahmen andererseits erhöht. Die Folge davon wäre, dass die Mieten weiter steigen. Ein weiter anhaltendes Wachstum der „Vonovia“ wäre aber auch aus anderen Gründen nicht wünschenswert gewesen. Zwar behauptet die „Vonovia“, ihre Größe mache sich für den Mieter bezahlt, denn Dienstleistungen etc. könnten günstiger eingekauft werden. „Festzustellen ist aber, dass die Mieten und die Betriebskosten dort ständig steigen. Insbesondere bei Modernisierungen ist die „Vonovia“ nicht kleinlich und fordert kräftige Mieterhöhungen“, so Kaisers.