Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können daher diese Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

22.01.16 - 10:36 Uhr

Es gibt gute Alternativen zum Streusalz

In der Auseinandersetzung um die Nichtbeachtung der Straßenreinigungssatzung der Stadt und die Missachtung des Streusalzverbotes auf Gehwegen durch den Magistrat und viele private Grundstückseigentümer weist der Mieterverein auf die Alternativen zum in vieler Hinsicht schädlichen und aggressiven Streusalz hin. „Am besten vor Glatteis schützt feinkörniges Lavagranulat aus dem Baumarkt, sagt der Mietervereinsvorsitzende, Stefan Kaisers. „Die Körner für 35 Cent pro Liter sind abgerundet, sodass sie weder Hundepfoten verletzten, noch Fahrradreifen aufschlitzen. Günstiger und ebenfalls wirksam ist Sand für 13 Cent pro Liter. Er darf aber nicht zu feinkörnig sein. Blähton (1,13 Euro pro Liter), der auch als Pflanzenerde genutzt wird, ist sehr leicht, gut zu handhaben, aber ziemlich teuer. Man nimmt davon auch gerne etwas mit unter die Schuhsohle und trägt es in die Wohnung. Nicht anerkannt als Streumittel sind in einigen Städten und Gemeinden Asche und Holzspäne“, heißt es vom Mieterverein. Vor dem Streuen müsse der Bürgersteig allerdings vom Schnee geräumt sein. Viele Kommunen, wie etwa die Stadt Hamburg, würden ihre Straßen, Fahrradwege und Plätze mit feinem Kies streuen. Sie haben damit gute Erfahrungen gemacht. Warum die Stadt Gießen damit nicht arbeite, sei unverständlich. Dieses Streugut müsse dann aber am Ende des Winters wieder aufgekehrt werden. Beim Mieterverein macht darauf aufmerksam: „Wer als Mieter oder Eigentümer seiner Räum- und Streupflicht zum Beispiel wegen Krankheit, Urlaub oder Berufstätigkeit nicht nachkommen kann, muss einen Dritten beauftragen, etwa einen Hausmeister, einen Nachbarn oder einen Winterdienst. Sonst drohen bei Unfällen auf dem glatten Gehweg Schadenersatzklagen. 20 Prozent der Lohnkosten für den Winterdienst können als "haushaltsnahe Dienstleistung" von der Steuer abgesetzt werden“.