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14.12.15 - 11:17 Uhr

Mieterverein erfreut über Gründung des Wohnungszweckverbandes

„Reichlich spät kommt die Initiative des Landkreis Gießen zur Gründung eines Zweckverbandes, um damit gegen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum  vorzugehen. Es ist auch augenfällig, dass die Probleme bei der Wohnraumversorgung nur wegen der Flüchtlinge  angepackt werden, obwohl sie schon vorher bestanden. Aber wir sind über den Vorstoß erfreut, denn er ist notwendig“, heißt es in einer Presseerklärung des Mietervereins.

Weil die privaten Investoren und die Baugenossenschaften  viel zu lange untätig geblieben sind, werde jetzt staatliches Handeln nötig, um den dringend benötigten Wohnraum in den Kreisgemeinden zu beschaffen. Der Landkreis mit seinen Kommunen sei da in der Pflicht, denn schon im Jahr 2016 werde die Nachfrage nach Wohnungen im Kreis spürbar zunehmen. Denn dann würden vermehrt Flüchtlinge aus den Erstaufnahmeeinrichtungen ausziehen und nach einer dauerhaften Bleibe suchen. „Da die wenigsten von ihnen über ein eigenes Einkommen verfügen, und  das wohl noch für längere Zeit, ist es im ureigensten Interesse des Landkreises, der auch Träger der staatlichen Leistungen für das Wohnen ist, dass für ihn die anfallenden Kosten der Unterkunft (KdU) im Rahmen bleiben“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers. Die Idee, zusammen mit den Kommunen und den im Kreis tätigen Wohnungsbaugenossenschaften vorhandenen Wohnraum, z.B. leerstehende Altbauten in den Innenstädten, zu erwerben und zu sanieren, überzeuge. Denn das sei oft billiger als der Neubau von Sozialwohnungen auf der grünen Wiese. Zudem könne damit auch ein Beitrag zu Erhaltung der Ortskerne geleistet und der Ghettobildung vorgebeugt werden. „Richtig ist  es, den Zweckverband personell schlank zu gestalten. Die knappen Finanzmittel sollen ja zu einem größeren Wohnungsangebot führen, nicht zur Finanzierung des Wasserkopfes eines Zweckverbandes“, so Kaisers.