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19.10.15 - 17:34 Uhr

Bundesweiter Heizspiegel 2015 : Heizkosten sinken um zehn Prozent

 „Es gibt gute Nachrichten für Verbraucher: Die Heizkosten sind im vergangenen Jahr durchschnittlich um fast zehn Prozent gesunken. Gründe dafür waren vor allem das wärmere Klima und die damit verbundene Reduzierung des Heizenergieverbrauchs um durchschnittlich acht Prozent. Hausbewohner, deren Gebäude mit Heizöl beheizt werden, profitierten zudem von den im Schnitt deutlich niedrigeren Heizölpreisen (minus 8,5 Prozent im Vergleich zu 2013). Erdgas- und Fernwärmepreise hingegen blieben nahezu konstant (beide minus 0,5 Prozent)“, so lautet eine aktuelle Pressemitteilung des Mietervereins.

Das geht aus dem neuen Bundesweiten Heizspiegel 2015 hervor, den die gemeinnützige co2online GmbH heute mit Unterstützung des Deutschen Mieterbundes veröffentlicht hat. Zum elften Mal liefert der Heizspiegel aktuelle Vergleichswerte zu Heizkosten und Heizenergieverbrauch. Die Broschüre steht als kostenloses PDF-Dokument auf www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de zum Download bereit. Außerdem ist der Heizspiegel bundesweit beim Mieterverein erhältlich und kann beim Deutschen Mieterbund angefordert werden. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert.

Der neue Heizspiegel zeigt: Die Heizkosten einer durchschnittlichen 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus sind im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Je nach Heizungsart sparen die Bewohner im Vergleich zu 2013 im Schnitt 85 Euro (Erdgas), 90 Euro (Fernwärme) oder 155 Euro (Heizöl).

„Jeder freut sich, wenn die Heizkosten sinken. Aber niemand sollte sich dabei auf das Wetter oder die derzeit günstige Entwicklung der Energiepreise verlassen“, sagt der Mietervereinsvorsitzende, Stefan Kaisers. „Der einzige Weg, den Heizenergieverbrauch und die Heizkosten langfristig zu senken, sind ein angemessenes Nutzerverhalten und die richtigen energetischen Modernisierungen am Gebäude.“ Altbauten beispielsweise sollten mit effizienten Heizanlagen ausgestattet werden. Auch eine hydraulischer Abgleich der alten Heizanlage reduziert den Verbrauch.


„Für das Abrechnungsjahr 2015 rechnen wir mit weitgehend stabilen Heizkosten“, prognostiziert  Kaisers. Zwar sei der Heizenergieverbrauch in den ersten Monaten dieses Jahres aufgrund der kälteren Witterung im Vergleich zu 2014 um mehr als 10 Prozent gestiegen – das werde aber mit Hilfe der sinkenden Heizenergiepreise weitestgehend ausgeglichen. Insbesondere die Kosten für Heizöl waren im 1. Halbjahr 2015 weiter auf Sturzflug, sie gingen um rund 20 Prozent zurück. Dagegen wurden Erdgas (minus 1,3 Prozent) oder Fernwärme (minus 3,6 Prozent) nur geringfügig preiswerter. Abzuwarten seien jetzt die Wintermonate Oktober bis Dezember 2015, sagt Kaisers. „Bei einem milden Witterungsverlauf müssen sich Mieter 2015 nicht auf höhere Heizkosten einstellen. Mieter in ölbeheizten Häusern dürfen sogar mit niedrigeren Heizkosten rechnen.“

Für die aktuelle Auflage des Heizspiegels hat co2online rund 63.000 Daten zentral beheizter Wohngebäude aus ganz Deutschland ausgewertet. Der Heizspiegel unterstützt jährlich ca. 100.000 Haushalte und Beratungseinrichtungen dabei, den energetischen Zustand von Wohngebäuden einzustufen.

In rund 85 Prozent der zentral beheizten Wohngebäude wird das warme Wasser über die Heizanlage erzeugt. Deshalb beinhalten auch die Heizspiegelwerte die Anteile für Raumwärme und die Warmwasserbereitung. So können Verbraucher die eigene Abrechnung ganz einfach mit dem Heizspiegel vergleichen.

Verbraucher, die bei der Einstufung ihres Gebäudes in die Heizspiegel-Tabellen Sparpotenziale erkennen, können einen zusätzlichen Service der gemeinnützigen co2online GmbH nutzen: das Heizgutachten. Bei dieser schriftlichen Analyse werden nicht nur die Gebäudewerte der Heizkostenabrechnung auf Angemessenheit überprüft, sondern auch die Wohnungswerte werden fachmännisch unter die Lupe genommen.

Das Heizgutachten kann von Mietern und Eigentümern auf www.heizspiegel.de bestellt werden. Mehr als 74.000 Haushalte haben bereits von einem Heizgutachten profitiert.