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18.09.15 - 11:30 Uhr

Starker Mietanstieg in Gießen

Die Feststellung des Immobilienportals “immowelt.de” in ihrem aktuellen “Mietpreis-Check-Unistädte zum rasanten Mietanstieg in Gießen” ist alarmierend”, heißt es in einer Presseerklärung des Mietervereins. “Gießen muss deshalb von der Hessischen Landesregierung in den Kreis der Gemeinden aufgenommen werden, in denen bei Neuvermietungen die Mietpreisbremse gilt. Und Bund und Land müssen schnellstens  große Förderprogramme für Sozialwohnungen auflegen. 2014 wurden in Hessen nur 450 neue Sozialwohnungen gefördert. Der Magistrat muss weit mehr als die 65 geplanten neuen Sozialwohnungen bis 2018 bauen”, fordert der Vereinsvorsitzende Stefan Kaisers.

Nach Angaben des Immobilienportals seien die Kaltmietpreise in Gießen insbesondere für Kleinwohnungen von bis zu 40qm binnen Jahresfrist um 35% (!) gestiegen. Der durchschnittliche Preis betrage 12,80 Euro/qm. Die sei bundesweit der stärkste Anstieg und Gießen liege damit in der Rangfolge der 64 Universitätsstädte in Deutschland auf Platz 8. Bei größeren Wohnungen (80-100qm) betrage der Kaltmietpreis 10 Euro/qm.
“Der starke Anstieg lässt nur eine Schluss zu. Das Angebot, insbesondere für die Single-Wohnungen in Gießen, ist zu gering, die Nachfrage sehr hoch. Um die knappen kleinen Wohnungen bewerben sich ja längst nicht nur Studenten, sondern auch andere Bürger wie Erzieher, Verkäufer oder Restaurantfachleute, die meist nur über kleinere Einkommen verfügen. Deren Wohnkostenbelastung erreicht dann oftmals 40 Prozent und mehr,” erklärt  Kaisers.

Auch die forcierte Neubautätigkeit  in der Stadt werde da nur ganz begrenzt Abhilfe schaffen, da die Neubaumieten besonders hoch seien. Die meisten Geschosswohnungen würden zudem als Eigentumswohnungen vermarktet und von den Erwerbern oftmals selber genutzt. Ohne neue zusätzliche preisgünstige Wohnungen werde der starke Mietanstieg so weitergehen.