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21.08.15 - 18:12 Uhr

Neuer Betriebskostenspiegel für Hessen - 2,23 Euro pro Quadratmeter und Monat im Durchschnitt -

„Mieter in Hessen müssen im Durchschnitt 2,23 Euro/qm/Monat für Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die sogenannte „zweite Miete“ bis zu 3,40 Euro/qm/Monat betragen. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, auf den der Mieterverein jetzt hinweist. Die Angaben beruhen auf der Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2013. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung müssen bei Anfallen aller Betriebskostenarten 3.264,00 Euro für das Abrechnungsjahr 2013 aufgebracht werden“, heißt es in einer Pressemeldung des Mietervereins.


„Insbesondere bei den Betriebskostenpositionen Grundsteuer, Wasser/Abwasser oder Müllbeseitigung ergeben sich regional bzw. lokal teilweise erhebliche Preisunterschiede. Das gilt auch für Heizkosten und Warmwasser. Hier werden die Höhe der Kosten vor allem durch klimatische Einflüsse und starke Preisunterschiede, insbesondere bei Gas und Fernwärme bestimmt.
Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind auch im Abrechnungsjahr 2013 weiter gestiegen, jetzt auf 1,50 Euro/qm/Monat. Das sind durchschnittlich für eine 80 Quadratmeter große Wohnung 1.440,00 Euro im Jahr. Letztlich entfallen 44 Prozent der tatsächlich gezahlten Betriebskosten auf Heizung und Warmwasser“, erklärt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.

Der Anstieg der „warmen Betriebskosten“ 2013 sei zum einen auf die kälteren Wintermonate insbesondere zu Beginn des Jahres und damit auf einen um rund fünf Prozent höheren Energieverbrauch zurückzuführen. Zum anderen seienn Gas und Fernwärme im Jahresdurchschnitt 1,3 bzw. 2,8 Prozent teurer geworden. Der Preisrückgang beim Heizöl im Kalenderjahr 2013 schlage sich dagegen noch nicht wie erwartet bei den Heizkosten nieder. Denkbar sei, dass viele Vermieter noch im letzten Quartal 2012 getankt haben bzw. nachtanken mussten und dieses vergleichsweise teure Heizöl noch 2013 verbraucht wurde.

„Das Jahr 2014 dürfte aus Mietersicht ein preisgünstigeres Abrechnungsjahr werden. Mieter können mit niedrigeren Betriebskosten und damit sogar mit Rückzahlungen rechnen. Zwar sind 2014 in vielen Städten und Gemeinden die Grundsteuern zum Teil deutlich erhöht worden, so in Gießen, aber die Kosten für Wasser und Abwasser sind allgemein um nur 0,7 Prozent gestiegen und die für die Müllbeseitigung sind sogar leicht gesunken. Entscheidend ist aber, die Heiz- und Warmwasserkosten fallen für das Kalenderjahr 2014 spürbar niedriger aus als 2013. Wegen der deutlich wärmeren Wintermonate 2014 ist der Heizenergieverbrauch um 20 bis 25 Prozent gesunken. Das gilt auch für die Energiepreise. Der Gaspreis sank um 0,1 Prozent, der für Fernwärme um 1,3 Prozent und der für Öl um 7,8 Prozent. Auch wenn es lokal/regional unterschiedliche Preisentwicklungen geben kann, die Prognose für 2014 ist gut.