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07.07.15 - 16:49 Uhr

Achtung – Trickdiebe !

Viele Mieter und Hauseigentümer haben eine Hausratversicherung. Sie zahlt sogar bei
Raubüberfällen, aber nicht bei Trickdiebstählen.
Die Hausratversicherung zahlt bei einem Diebstahl nach Einbruch, also wenn Spuren an
Fenstern und Türen nahelegen, dass sich ein Krimineller unerlaubt Zutritt zur Wohnung
verschafft hat. Die Police springt auch ein, wenn Gewalt im Spiel war. Das kann der Fall
sein, wenn ein Räuber das Messer aus der Tasche zieht oder mit Schlägen droht, sollte er
das Gewünschte nicht erhalten. „Schon die Androhung von Gewalt reicht, damit der
Leistungsfall eintritt,“ erklärt Stefan Kaisers, Vorsitzender der Mietervereins.
Voraussetzung ist, dass die Bestohlenen gleich Anzeige bei der Polizei erstatten.
„Außerdem müssen sie ein Liste erstellen, in der sie aufzählen, welche Dinge entwendet
wurden,“ so Kaisers. „Diese Aufzählung müssen sie so schnell wie möglich beim
Versicherer einreichen.“ Auch Kaufbelege oder Fotos,auf denen der Versicherte mit dem
gestohlenen Gegenstand zu sehen ist, helfen, gegenüber dem Versicherer glaubwürdig zu
wirken.
Bei sogenannten Trickdiebstählen jedoch zahlt die Hausratversicherung meist nicht. Das
gilt für Fälle, wo Kriminelle beispielsweise an der Wohnungstür angeben, von den
Stadtwerken zu sein und die Wasseruhr ablesen zu wollen. Einer lenkt den Bewohner ab,
während der Andere auf der Suche nach Wertsachen durch die Zimmer streift. Eine
bekannte Masche ist auch, dass sich Täter auf der Straße als Pannenhelfer verkleiden, die
das liegengebliebene Auto in einem unbeobachteten Moment leerräumen.
Weil es so oft Streit um dieses Thema gibt, ändern manche Unternehmen derzeit ihre
Geschäftspolitik. Bei einigen Versicherungen kann man jetzt auch Trickdiebstahl als
Zusatz mitversichern.
Für Schäden aufgrund von Vandalismus in der Wohnung kommt der Hausratversicherer
aber auf. Einbruchsopfer sollten all Schäden möglichst genau mit der Kamera
dokumentieren. „In unklaren Fällen behält sie der Versicherer vor zu prüfen, ober Haus
oder Wohnung ordentlich verschlossen oder Fenster zum Einbruchszeitpunkt nur gekippt
waren,“ sagt Kaisers. „War das nicht der Fall, kann die Leistung eingeschränkt oder gar
verweigert werden.“