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11.05.15 - 11:53 Uhr

Gaspreise bislang nicht gesunken

„Öl ist deutlich billiger geworden, Gas dagegen kaum. Bislang haben nur wenige Gasversorger in Deutschland Preissenkungen angekündigt oder umgesetzt. Auch die Stadtwerke Gießen (SWG) gehören leider nicht dazu,“ heißt es in einer Presseerklärung des Mietervereins.

Die Gaspreise seien im Durchschnitt, verglichen mit dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, um lediglich zwei Prozent gesunken. Wesentlichen Einfluss auf die Kosten für die Endverbraucher hätten die Handelspreise in Euro. Sie seien im vierten Quartal 2014 deutlich gesunken, von etwa 24 auf 20 Euro je Megawattstunde. In diesem Jahr stiegen sie dann wieder auf 22 Euro. Die meisten Analysten sähen mittelfristig, dass sich der Abwärtstrend bei den Preisen fortsetzt und damit die Preise für die Haushaltskunden sinken.

„Bis vor wenigen Jahren galt ein enger Zusammenhang zwischen den Preisen für Öl und Gas, der in den Lieferverträgen verankert war. Die Entwicklung der Gaspreise folgte im Abstand von sechs Monaten der bei den Ölpreisen. Etwa seit 2010 hat sich das zunehmend geändert,“ erklärt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers. Inzwischen gebe es einen eigenen Gasmarkt mit Wettbewerb. Davon hätten die Besitzer von Gasheizungen in den vergangenen Jahren profitiert: Sie konnten 20 Prozent günstiger heizen als mit Öl. Diese Preisschere habe sich nun wieder geschlossen. Noch immer würden zu wenige Verbraucher die Gaspreise vergleichen und den Anbieterwechsel scheuen, obwohl sie damit durchschnittlich 20 bis 25 Prozent der Kosten sparen könnten. Dabei sei dieser Schritt gar nicht aufwendig.