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20.04.15 - 09:58 Uhr

Quadratmeter-Abzocke: Tipps für Mieter

„Auch in Gießen sind Wohnungen knapp und deshalb schnell weitervermietet. Da fällt es kaum noch auf, wenn Vermieter es mit der Größe der Wohnung nicht so genau nehmen. In seltenen Fällen mogeln Vermieter sogar bei der Zahl der Quadratmeter, um eine höhere Miete verlangen zu können. Doch das müssen Mieter nicht hinnehmen“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers , und gibt Hinweise, wie Mieter ihre Wohnung richtig ausmessen.

Für die Miethöhe ist die genaue Wohnfläche maßgeblich. Erst wenn die tatsächliche Fläche mehr als zehn Prozent kleiner ist als die im Mietvertrag vereinbarte Fläche, können Mieter auf eine Neuberechnung der Miete hoffen.

Die Fläche sollte zentimetergenau mit einem Zollstock oder Maßband, am besten oberhalb der Fußleiste von Wand zu Wand gemessen werden.

Nicht zur Wohnfläche zählen:

  • Flächen von Türnischen
  • Wandvorsprünge von mehr als 0,1 qm
  • bis zum Fußboden reichende Fenster- und Wandnischen mit einer Tiefe von 13 cm
  • Flächen und Absätze von Treppen mit mehr als drei Stufen
  • Abstellräume außerhalb der Wohnung , etwa Keller oder Dachboden

Wohnräume mit Wandschrägen sind so zu berechnen, dass die Grundflächen von Raumteilen mit einer lichten Höhe von 2 Meter vollständig angerechnet werden, bei  

- einer Höhe von mindestens 1 Meter und weniger als 2 Metern zur Hälfte und unter

- 1 Meter gar nicht

- Balkone, Terrassen, Dachgärten und Loggien zählen in der Regel mit einem Viertel ihrer tatsächlichen Fläche zur Wohnfläche.

In der Jahreshauptversammlung des Mietervereins, die am Samstag, den 25.4. im Kerkradezimmer der Kongresshalle um 14.30 Uhr stattfindet, werden wir die Mitglieder  ausführlich über die Themen Wohnflächengröße, Wohnungsschimmel und neue Regelungen zu den Schönheitsreparaturen informieren.

Schon vor dem Einzug sollten Mieter die Wohnfläche nachmessen.