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15.04.15 - 17:19 Uhr

Erfreulich: Magistrat entdeckt sozialen Wohnungsbau

Reichlich spät bequemt sich der rot-grüne Magistrat dazu, eigene Anstrengungen zur Förderung des Baus neuer Sozialwohnungen zu machen. Die geplanten 65 Wohnungen zum Mietpreis von 6,50 Euro/qm in der Henriette- Fürth-Straße sind ein richtiger Schritt, können aber nur ein Anfang sein, denn der Bedarf ist weit größer. Jahr um Jahr fallen weit mehr Sozialwohnungen aus der Preisbindung als jetzt neu entstehen sollen. Die Folge: die Mieten steigen, heißt es in einer Stellungnahme des Mietervereins.  
“Wir haben auf diese Entwicklung seit etlichen Jahren öffentlich hingewiesen, aber der Magistrat hat sich bislang in seiner “investorenfreundlichen” Baupolitik nur der Förderung des privaten Neubaus durchweg hochpreisiger Wohnquartiere für die Besserverdiener gewidmet. Offenbar bekommt die Oberbürgermeisterin vor ihrer Wiederwahl nun “Fracksausen” und entdeckt unter den Wählern auch wohnungssuchende Menschen mit kleiner Brieftasche”, merkt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers an. Beim Mieterverein sei man gespannt auf die “weiteren Maßnahmen” des Magistrates zur Sicherung und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Stadt, die hoffentlich nicht nur Ankündigungscharakter haben. Dass der beachtliche Investitionsetat der städtischen Wohnbau GmbH (rund 17 Mio. Euro) weitestgehend zur hocheffizienten energetischen Modernisierung des Wohnungsbestandes verwendet werde, mit der Folge stark steigender Mieten, und nicht auch zum Zubau von mehr neuen Sozialwohnungen sei nicht nachvollziehbar. Hier könne die Oberbürgermeisterin in ihrer Funktion als Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens auf ein Umsteuern  drängen.