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10.02.15 - 10:10 Uhr

Mieterverein fordert Einrichtung einer Wohnleitstelle

Der Mieterverein erneuert seine Forderung an den Magistrat nach der Einrichtung einer “Wohnleitstelle” im Rathaus. So könnten  die verschiedenen Zuständigkeiten für den Wohnungsbereich des 2005 aufgelösten städtischen Wohnungsamtes wieder zusammengefasst werden. In Marburg  (Fachdienst Wohnungswesen) und Wetzlar (Wohnhilfebüro) gibt es eine solche Einrichtung  schon lange und sie bewährt sich“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan  Kaisers.

“Eine Stadt von der Größe Gießens braucht eine solche Dienststelle. Zwar ist der Prozess zur Erstellung eines städtischen Wohnraumversorgungskonzeptes endlich in Gang gekommen, aber die im Koalitionsvertrag des rot-grünen Magistrates von 2011 zugesagte Wohnungsvermittlungsstelle gibt es immer noch nicht. Sie hat das Ziel, eine zügige, bedarfsgerechte und sozial ausgewogene Wohnungsvermittlung zu ermöglichen. Auch andere Aufgaben eines städtischen Wohnungsamtes liegen brach. So gibt es in Gießen keine städtische Präventionsstelle zur Verhinderrung von Obdachlosigkeit. Diese Aufgabe überlasse die Stadt den Trägern der sozialen Wohlfahrtspflege”, erklärt der Mietervereinsvorsitzende. Er tritt dafür ein, die Schaffung einer Wohnleitstelle im Ratshaus auch nicht im Rahmen der Diskussion um das Wohnraumversorgungskonzept zu erörtern und damit auf die lange Bank zu schieben. Der Magistrat sei gefordert, hier eine zeitnahe Konzeption vorzulegen.

„Ein Wohnungsamt hat vielfältige Aufgaben, es vermittelt Sozial- und Seniorenwohnungen sowie solche nach besonderen Förderprogrammen und es fördert den Wohnungstausch. Es beobachtet den lokalen Wohnungsmarkt und weist gegebenenfalls auf Fehlentwicklungen bei der Wohnraumversorgung hin. Ebenso geht die Dienststelle  Wohnungsleerständen nach. Auch die Wohnungsaufsicht (etwa bei Gebäudemängeln) und die Verfolgung von Mietpreisüberhöhung gehört zu den Pflichten.  Wohnungsämter fungieren als Beratungs- und Servicestelle für gemeinschaftliche Wohnprojekte und beraten beim Antrag auf Wohngeld. Sie kümmern sich auch um die Vermeidung von Obdachlosigkeit“, erläutert man beim Mieterverein.