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26.01.15 - 08:27 Uhr

Mieterverein gibt Tipps: Mit einfachen Mitteln die Heizkosten senken

Die Heizkosten machen einen beträchtlichen Anteil der privaten Nebenkosten aus. Oft gibt es aber ohne Komfortverzicht Einsparpotentiale. Der Mieterverein gibt Tipps, wie man nicht nur die Heizenergie effektiv reduzieren, sondern auch das Raumklima verbessern kann.

„Nicht in jedem Raum der Wohnung sollte die gleiche Temperatur herrschen. Die Temperaturempfehlung für Wohnräume liegt bei 20 bis 22 Grad, für die Küche bei 18 bis 20 Grad, im Schlafzimmer reichen 16 bis 18 Grad. Im Badezimmer hingegen können es auch 23 Grad sein. Aufgrund der unterschiedlichen Temperaturen ist es sinnvoll, die Türen geschlossen zu halten. Es lohnt sich auszuprobieren, bei welcher Temperatur man sich noch wohl fühlt. Denn die Absenkung der Raumtemperaturen um nur ein Grad spart schon etwa sechs Prozent der Heizenergie und somit auch der Heizkosten,“ erklärt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.

Einiges an Wärme gehe aufgrund der Luftschlitze unter den Türen verloren. Die Folgen seien zum einen ein unangenehmer Zug, zum anderen müsse in einigen Räumen unnötig Luft erwärmt werden. Die Spalten unter Türen könne man etwa mit sogenannten Zugluftstoppern oder Dichtungsbürsten schließen. Zu bekommen sind sie im Baumarkt. 

Es sei auch darauf zu achten, dass weder Möbel noch Gardinen direkt vor einer Heizung stehen oder hängen. Wird die warme Luft auf diese Weise vom Raum abgeschottet, rechnet man mit einer Energieverschwendung von etwa 15 Prozent.

„Im Baumarkt erhält man auch programmierbare Thermostate. Mit ihnen kann programmiert werden, wann die Heizung an- oder ausgestellt werden soll. Das bietet sich besonders für Personen an, die zu regelmäßigen Zeiten außer Haus sind. 

Programmierbare Thermostate haben außerdem Sensoren, mit denen die Raumluft gemessen und die Heizleistung reduziert werden kann, wenn die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist. Das schützt vor Überheizung und spart Kosten. Andersherum erhöht die Heizung die Leistung, wenn die Temperatur sinkt. Diese Funktion bieten meist auch die vorhandenen Thermostatventile. Während bei diesen aber die Stufe drei etwa 20 bis 21 Grad bedeutet, kann man mit den digitalen Geräten eine exakte Temperatur bestimmen. Vor einem Wechsel ist zu überprüfen, welche Thermostate man hat.  In der Regel können die Thermostate problemlos anstelle der konventionellen Thermostatköpfe an die Heizkörper montiert und im Falle eines Umzuges auch wieder mitgenommen werden. Kosten: ab etwa 20 Euro“, heißt es beim Mieterverein. 

Der wesentliche Punkt auf dem Weg zu reduzierten Heizkosten sei jedoch das bewusste und richtige Lüften. 

Eine entscheidende Hilfe dabei sind sogenannte Hygrothermometer. Die kleinen Geräte, die schon ab unter 20 Euro zu bekommen sind, zeigen die Raumtemperatur sowie die Luftfeuchtigkeit an. Die Luftfeuchtigkeit in einem Raum spielt nicht nur für das Raumklima eine entscheidende Rolle, sondern auch für die Heizbarkeit, denn: Feuchte Luft zu erwärmen, benötigt mehr Energie. Die Feuchtigkeit in Wohnräumen sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen.

Richtiges Lüften bedeutet : Liegt die Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent, Heizung ausstellen und drei bis vier Minuten mehrere Fenster in der Wohnung aufmachen ! Ein Durchzug entsteht, die Luft wird schnell ausgetauscht. Danach alle Fenster wieder schließen und bei optimaler Luftfeuchte wieder heizen. Die weniger feuchte Luft erwärmt sich schneller und weniger energieintensiv. Richtiges Lüften bewahrt auch vor Schimmelbildung. Wenn trotz richtigen Lüftens Schimmel entsteht, ist dies ein Zeichen für einen baulichen Mangel . Hier ist der Vermieter in der Pflicht – ebenso wie bei undichten Rollladenkästen oder undichten Fenstern. In solchen Fällen sollten Mieter den Kontakt mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung aufnehmen.

Gekippte Fenster hingegen sorgen kaum für Luftaustausch, sondern fördern die Auskühlung der die Wände. Befindet sich eine Heizung mit Temperatursensor darunter, könnte die Heizung auch noch dauerhaft dagegen anheizen – eine vermeidbare Energieverschwendung. In den kalten Monaten ist es zudem sinnvoll, vorhandene Rollladen frühzeitig herunter zu lassen, da hier je nach Zustand der Fenster Wärme verloren gehen kann.