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01.11.14 - 10:56 Uhr

Mieterverein begrüßt Ankauf von Belegungsrechten

„Es ist erfreulich und wir begrüßen es, dass der Magistrat nun endlich auch etwas unternimmt, um zur Erhaltung preisgünstigen Mietwohnraums in der Stadt beizutragen. Noch bis in den Frühsommer hinein vertrat man im Rathaus die Position, in Gießen gebe es einen „ausgeglichenen“ Wohnungsmarkt, obwohl seit längerem bekannt ist, dass es Wohnungsmangel gibt, vor allem bei kleineren und bezahlbaren Wohnungen. Mit dem forcierten Zubau an hochpreisigen Eigentumswohnungen wird man die Versorgungsprobleme nicht in den Griff bekommen,“ heißt es in einer Presseerklärung des Mietervereins.

Da Jahr für Jahr viele Sozialwohnungen aus der Belegungsbindung fallen, weil die Kredite abbezahlt sind (allein bei der Wohnbau in den nächster Zeit 400 Wohnungen),  kann dort die Miete auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden. Das tun die Wohnungsgesellschaften auch, um ihre Wirtschaftlichkeit nicht zu schwächen.

„Deshalb ist der Ankauf von Belegungsbindungen richtig und notwendig, um wenigstens 38 Wohnungen für weitere 10 Jahre preislich unter der deutlich gestiegenen Vergleichsmiete zu halten. Die abgedroschene Behauptung des Magistrats, man habe kein Geld für solche Maßnahmen, verfängt nicht. Allein mit den Mitteln für die zugeschüttete Fußgängerunterführung an der Ostanlage hätte der Magistrat die fünffache Anzahl an Wohnungen in der Bindung halten können“, sagt der Mietervereinsvorsitzende, Stefan Kaisers. Wie man sehe, gibt es beträchtliche Förderzuschüsse des Landes, die allerdings voraussetzen, dass die Stadt Eigenmittel bereitstellt. „Neben dem Erhalt der Belegungsbindungen ist aber auch ein Zubau an neuen Sozialwohnungen erforderlich, um den Bedarf in einer Stadt mit Bevölkerungszuwachs zu decken“, verlangt man beim Mieterverein.