Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können daher diese Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

11.10.14 - 08:15 Uhr

Debatte um Sanierungsplan zur Rotklinkersiedlung

Wahrheit liegt in der Mitte

„In der Debatte um die Sanierungspläne für die Rotklinkersiedlung, in Gießen besser bekannt unter „Gummiinsel“, liegt die Wahrheit bei den Argumenten wohl in der Mitte“, erklärt man vom Mieterverein.

Das Konzept der Wohnbau Gießen, sich zusammen mit der Interessengemeinschaft der Bewohner um Fördermittel aus dem Programm des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ zu bewerben, sei richtig und begrüßenswert. Die Bedenkenträgerei aus der Opposition dagegen erscheine kleinkariert und eher kontraproduktiv. „Eine gründliche bauliche Sanierung des in die Jahre gekommenen Quartiers ist dringend notwendig und leider schon viel zu lange aufgeschoben worden“, so der Mietervereinsvorsitzende Kaisers. Die Idee des Verkaufs der ganzen Siedlung an einen privaten Investor sei angesichts des schlechten Erhaltungszustandes illusorisch, es sei denn, man verkauft zum symbolischen Preis von 1 Euro. Beim Mieterverein erinnert man daran, dass der Plan der Wohnbau, die Häuser an die Mieter zu verkaufen, vor Jahren grandios gescheitert sei.  

„Die im Stadtparlament geäußerte Sorge allerdings, die Mieten könnten nach einer Sanierung so stark ansteigen, dass viele Mieter sie nicht mehr bezahlen können, erscheint aus unserer Sicht durchaus berechtigt. Deshalb muss man den Magistrat in die Pflicht nehmen, wenn er vollmundig verspricht, das Projekt müsse „sozialverträglich und behutsam“ realisiert werden. Darauf kann der Magistrat mit seinen Vertretern im Aufsichtsrat der Wohnbau Einfluss nehmen. Das städtische Unternehmen hat bislang gerade in dem Punkt noch nicht überzeugt“, meint Kaisers.