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17.09.13 - 11:19 Uhr

Neuer Betriebskostenspiegel für Hessen

„Im Vergleich zum Abrechnungsjahr 2010 sind die durchschnittlich gezahlten Betriebskosten geringfügig gestiegen“, sagtder Mietervereinsvorsitzende Stefan Kaisers und fügt hinzu:„Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung mussten bei Anfallen aller Kosten 2.966,40 Euro im Jahr 2011 an Betriebskosten aufgebracht werden“.

Dies sind Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund – Landesverband Hessen e.V. - jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2011 vorgelegt hat.

Heizung und Warmwasser

Insbesondere die Kosten für Heizung und Warmwasser seien im Abrechnungsjahr 2011 gegenüber 2010 um 0,12 Euro pro Quadratmeter um fast 10 Prozent auf nunmehr 1,27 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Und der Trend halte weiter an. Bemerkenswert sei, dass die Kosten für Frisch- und Abwasser nach den Energiekosten bereits an zweiter Stelle stehen.

Ausblick Abrechnungen 2012

Vielfach müsse man mit deutlich höheren Heizkosten rechnen. Schon jetzt zeichne sich nach den ersten Abrechnungen für das Kalenderjahr 2012 ein deutlicher Anstieg ab, was auf die gestiegenen Heizölpreise zurückzuführen sei.

„Die Höhe der kalten, vor allem aber der warmen Betriebskosten wird ein immer wichtigeres Entscheidungskriterium für Mieter bei der Anmietung der Wohnung oder bei der Fortsetzung des Mietverhältnisses. Ziel des Betriebskostenspiegels ist es deshalb, Transparenz und Vergleichbarkeit sowohl für Wohnungssuchende als auch für die tausende Haushalte herzustellen, die jährlich Betriebskostenabrechnungen erhalten. Außerdem soll der Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für eine Überprüfung der Abrechnungen nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten liefern“, meint Kaisers. Und er solle Vermietern Hinweise geben, wo Einsparmöglichkeiten existieren und Maßnahmen eingeleitet werden sollten, um überhöhte Betriebskosten zu reduzieren. Der Betriebskostenspiegel biete im Wesentlichen vier Vorteile:

  • Mit Hilfe des Betriebskostenspiegels können Mieter überblicken, ob die einzelnen Kosten der Höhe nach plausibel sind.

  • Wohnungssuchende können vor Abschluss eines neuen Mietvertrages erkennen, ob die vorgegebenen Vorauszahlungen realistisch sind, bzw. sie erhalten Informationen, mit welcher Gesamtmietbelastung tatsächlich zu rechnen ist.

  • Im Zuge der Überprüfung von Nebenkostenabrechnungen bieten Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für überhöhte oder unwirtschaftliche Kostenpositionen.

  • Vermieter haben die Chance, Ausreißerpositionen zu erkennen, vergleichsweise hohe Ausgaben für einzelne Betriebskostenarten zu identifizieren und ggf. Maßnahmen zur Kostenreduzierung einzuleiten."

Der Betriebskostenspiegel für Hessen kann von den Internetseiten www.mieterbund-hessen.de kostenlos heruntergeladen werden.