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26.07.13 - 11:05 Uhr

Wer zahlt bei Umzugsschäden ?

Die eigene Haftpflichtversicherung springt nicht zur Regulierung ein, da sie nur für Schäden Dritter eintritt. Auch die Hausratversicherung deckt nicht die von privaten Helfern verurasachten Umzugsschäden, entschied das Amtsgericht Gummersbach. Für Schäden im allgemein zugänglichen Teil des Gebäudes, die beim Umzug mit freiwilligen Helfern des Mieters entstehen, muss der Mieter geradestehen. Er kann sich dann an seinen Helfer wenden, der allerdings meist keinen Versicherungsschutz vorweisen kann, weil in der Regel dessen Haftpflichtpolice nicht für solche Schäden aufkommt, weil Gefälligkeitsschäden vom Versicherungsschutz ausgenommen sind. Nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz geraten Helfer in die Haftung. Haftpflichtversicherungen, die auch für solche Gefälligkeitsschäden aufkommen, gibt es ab 40 Euro pro Jahr.

Wer ein Speditionsunternehmen mit dem Umzug betraut, ist meist auf der sicheren Seite. Das Gesetz schreibt vor, dass die Umzugsfirma mit mindestens 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut für Schäden geradestehen muss. Überschreiten Geschirr, Möbel oder übriges Umzugsgut diesen Wert, sollte man eine zusätzliche Transportversicherung abschließen. Wer allerdings beim Umzug selber mithilft, kann die Umzugsfirma nur dann zu 100 Prozent zur Kasse bitten, wenn die Schäden auch allein von den Mitarbeitern der Firma verursacht worden sind. Wer daher bei einem sog. Teilumzug die Kisten selber packt und während des Transportes Dinge zu Bruch gehen, muss den Schaden aus der eigenen Tasche bezahlen. Anders ist es beim sog. Komfortumzug, bei dem alles von den Mitarbeitern der Firma erledigt wird. Hier haftet das Unternehmen für alle Schäden am Umzugsgut und auch im Treppenhaus und Aufzug.