Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können daher diese Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

02.06.13 - 11:01 Uhr

Mieterverein begrüßt Vorschlag der Kanzlerin zur Mietpreisdeckelung

Insbesondere bei den Neuvermietungen gab es in den letzten Jahren die höchsten Steigerungen, die in den Ballungsgebieten und auch den Universitätsstädten zwischen 5 und 8% pro Jahr lagen. In Gießen stiegen allein die Angebotsmieten für 2-3-Zimmer-Wohnungen aller Baualtersklassen zwischen 2010 und 2012 um 1,20 Euro/m², wie aus einer Untersuchung des Institutes für Wohnen und Umwelt (IWU) hervorgeht. Für immer mehr Menschen sind bezahlbare Wohnungen zur Mangelware geworden. Sie werden ins städtische Umland verdrängt und verlieren so ihr soziales Umfeld. Dabei ist die Wohnkostenbelastung für die Haushalte bereits heute mit 35-50% des verfügbaren Einkommens auf einem Rekordniveau.

Nach jahrelangem Drängen des Mieterbundes wurden zum 1. Mai die Erhöhungsspielräume bei den Bestandsmieten in von den Ländern noch zu definierenden Gemeinden auf 15% in drei Jahren begrenzt. Was wir brauchen, ist bei den Neuvertragsmieten eine bundesweit einheitliche Obergrenze von 10% bei der ortsüblichen Vergleichsmiete. Zugleich sollte für die Maklerkosten das Verursacherprinzip eingeführt werden, d.h., wer den Makler bestellt, muss ihn auch bezahlen. Die Wohnungspolitik muss endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen, damit es nicht zu sozialen Unruhen kommt,sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.