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08.04.13 - 10:57 Uhr

Betriebskosten falsch umgelegt

Allerdings müssten Mieter nicht für alles zahlen. Deshalb könne es sich lohnen, die Nebenkostenabrechnung genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn würden sich darin Fehler finden, müsse der Vermieter das Zahlenwerk korrigieren..

„Eine Betriebskostenabrechnung muss gewisse Mindestanforderungen erfüllen“, erklärt Kaisers. Dazu gehöre, dass sie maximal zwölf Monate umfassen dürfe und spätestens ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraumes ausgestellt sein müsse. Außerdem müsse sie nachvollziehbar sein. Erfülle eine Abrechnung diese Voraussetzung nicht, sei sie unwirksam. „Es ist z. B. ratsam zu kontrollieren, ob alles korrekt berechnet ist. Gerade bei krummen Beträgen passieren oft Fehler“, meint der Mietervereinsvorsitzende. Außerdem sollten Mieter sichergehen, dass nichts in Rechnung gestellt werde, was nicht erbracht worden sei – etwa Gartenpflege bei einem betonierten Hof.

Außerdem müssten die Posten umlagefähig sein. „Das ist prinzipiell nur dann der Fall, wenn sie in § 2 der Betriebskostenverordnung aufgelistet sind“, sagt Kaisers. Neben den so genannten warmen Posten Heizung und Warmwasser, die bei jeder Immobilie anfallen, enthält die Liste 14 sogenannte „kalte Posten“. 13 davon seien direkt beim Namen genannt – darunter Grundsteuer, Gebäude-Versicherung und Wasserversorgung. Einer werde etwas schwammig mit „sonstige Betriebskosten“ überschrieben. „Unter diesem Punkt können - je nach Gebäude – andere Positionen auftauchen, so etwa die Wartung der Brandmeldeanlagen oder die Dachrinnenreinigung“, so Kaisers. Entscheidend sei, dass sie aufgrund der Nutzung des Hauses laufend entstehen und im Mietvertrag auf sie verwiesen werde. Sonst dürften sie nicht berechnet werden. Prüfen sollten Mieter auch, ob der Verteilerschlüssel stimme. Heizung und Warmwasser müssten vom Vermieter zu 50-70 Prozent verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Der Rest gehe nach Wohnfläche.