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26.02.13 - 10:57 Uhr

Mieterverein fordert: Wohngeld jetzt erhöhen

Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes bezogen am Jahresende 2011 nur noch 770.000 Haushalte in Deutschland Wohngeld, davon rund 700.000 Mieterhaushalte. Im Vergleich zu 2010 ging die Zahl der Empfängerhaushalte um 10 Prozent zurück. „Es kann nicht sein, dass für einkommensschwächere Haushalte mit einem Haushaltsnettoeinkommen bis 1.300 Euro die Wohnkostenbelastung mittlerweile auf über 45 Prozent geklettert ist, gleichzeitig aber die Zahl der Wohngeldempfänger zurückgeht und die Wohngeldansprüche sinken“, kritisierte Kaisers. Verantwortlich hierfür sei nicht zuletzt die Bundesregierung. Sie hatte die erst 2009 eingeführte Heizkostenkomponente zum 1. Januar 2011 ersatzlos aus dem Wohngeldgesetz gestrichen. Die Begründung – sinkende Energiepreise – war offensichtlich falsch.

 „Jetzt hat die Politik die Chance, die Fehlentscheidung zu korrigieren, die Verschlechterungen für Wohngeldempfänger wieder rückgängig zu machen. Das heißt, die Energiekosten sind bei der Berechnung des Wohngeldes zu berücksichtigen und die Wohngeldansprüche für die betroffenen Haushalte müssen erhöht werden“, erklärt Kaisers. „Wir fordern, dass die Ministerpräsidenten von SPD, Bündnis90/Die Grünen und CSU jetzt mit ihrer Mehrheit eine Bundesratsinitiative zur Wohngeldverbesserung starten. Gleichzeitig erwarten wir, dass der Bundestag entsprechende Gesetzesinitiativen beschließt. Die parlamentarische Mehrheit für eine Wohngeldverbesserung ist vorhanden, sie muss genutzt werden.“

 Wohngeldbezieher seien zu 56 Prozent Einpersonenhaushalte, häufig Rentner mit einem Durchschnittseinkommen von nur 600 Euro, zu 13 Prozent Zweipersonenhaushalte und zu 8 Prozent Dreipersonenhaushalte. 23 Prozent der Empfängerhaushalte bestünden aus vier bzw. mehr Personen. Im Durchschnitt würden Wohngeldbezieher, die zur Miete wohnen, einen Zuschuss von 114 Euro erhalten. Eigentümerhaushalte bekämen durchschnittlich 142 Euro.

„Diese einkommensschwachen Haushalte leiden am stärksten unter steigenden Mieten und vor allem unter steigenden Energiepreisen. Ihnen muss geholfen werden – jetzt“, meint Kaisers.