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12.06.12 - 10:45 Uhr

Mieter sollten bei Wohnungsanmietung mehr auf Energiebilanz achten

   Wie der Mieterverein berichtet, hat die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen für den repräsentativen „Marktmonitor Immobilien“ knapp 400 Makler - aus dem Immowelt-Pool von 40.000 Firmen - befragt, ob sie die Energieeffizienz als Vermarktungsfaktor sehen. Das Ergebnis ist: Das Interesse an den energetischen Werten eines Gebäudes ist bei Mietern und bei Käufern im Vergleich zu den Vorjahren weiter gestiegen – wenn auch nicht mehr so stark.

 

   Der geringere Anstieg der Nachfragen könnte daran liegen, dass immer mehr Eigentümer ihre Immobilien bereits saniert haben und Energieeffizienz zum Standard wird. Während ein Großteil der Makler Käufern bei Häusern mit dringendem Sanierungsbedarf sogar bis zu 20 % Nachlass gewähre, hätten Mieter in Großstädten mit knappem Wohnungsangebot kaum die Möglichkeit, sich wegen der Energieeffizienz für oder gegen ein Objekt zu entscheiden. In der Regel müssten sie froh sein, wenn sie überhaupt den Zuschlag bekommen.

 

   Seit der Energie-Einsparverordnung (EnEV) 2009 gilt besonders der Energie-ausweis als Indikator für die Dämmwerte und den Verbrauch eines Gebäudes, den jeder Interessent einsehen kann. „Doch die Nachfrage danach hält sich offenbar in Grenzen“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers. Nur ein Drittel der Mietwohnungen werde mit dem Energieausweis beworben. Der Anteil der Mietinteressenten, die sich beim Makler danach erkundigen, liege ebenfalls bei etwa 30 %. Bei Immobilienkäufen sei die Nachfrage mit 50 % deutlich höher. „Der Erfolg des Energieausweises ist eher karg, gemessen am Getöse, mit dem er eingeführt worden ist“, meint Kaisers. „Ein Bewusstseinswandel lässt sich wohl kaum mit Gesetzen forcieren“.