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18.06.12 - 10:44 Uhr

Kommunikationsdefizite zwischen Magistrat und Stadtwerken

Die Fünfwerke sind ein Zusammenschluss von fünf mittelgroßen Stadtwerken (außer Gießen noch Wetzlar, Marburg, Limburg und Göttingen)zu einem neuen Unternehmen, das über eine Internet-Plattform  als Gasanbieter agiert. Der Preis für das angebotene Gas der Fünfwerke liegt in verschiedenen Gasvergleichsportalen, je nach Abnahmemenge, geringfügig niedriger als der des günstigsten Gastarifs der SWG, sodass sich diese nun selber Konkurrenz machen. Das ist die Konsequenz der neuen Form von Vertriebskooperation. Der Endverbraucher wird sich sicher angesichts stetig steigender Energiepreise über ein günstigeres Gasangebot freuen.

 

Nun beantragt der Magistrat, dass die Stadtverordnetenversammlung „im Nachvollzug“ die Beteiligung der SWG an den Fünfwerken zustimmt.

Aufhorchen lässt dabei, dass der Magistrat von der Gründung dieses „überlebenswichtigen Instrumentes des stadteigenen Unternehmens SWG“ nur „zufällig“ erfahren haben will. Wie kann das sein., fragt man sich erstaunt ?

 

Warum muss der Magistrat den Vorstand einer seiner Eigenbetriebe bitten, ihn über bedeutsame neue unternehmerische Schritte zu unterrichten, wo es doch Sache des stadteigenen Unternehmens wäre, das von sich aus zu tun ?

Warum informierte der vom Magistrat in den SWG-Aufsichtsrat entsandte Dr. Kölb, seines Zeichens Vorsitzender dieses Gremiums und vormals selber Mitglied im Magistrat, die Stadtregierung nicht über die Pläne des Unternehmens ? Im Aufsichtsrat sitzen etliche Stadtverordnete als weitere Vertreter der Stadt.

 

Die Sache bedarf der Aufklärung, denn sie wirft kein gutes Licht auf die Art der Kooperation des privatwirtschaftlich agierenden städtischen Eigenbetriebes SWG AG mit ihrem Alleinaktionär, der Stadt Gießen. Es drängt sich der Eindruck auf, hier wackelt der Schwanz mit dem Hund  und nicht umgekehrt .

Den Bürgern kann die Sache nicht gleichgültig sein, da letztlich sie für mögliche unternehmerische Fehlentscheidungen und Verluste der SWG haften müssen.