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29.06.12 - 10:42 Uhr

Wie man in den Ferien Strom sparen kann

 „Ein Rundgang durch die eigenen vier Wände vor der Abreise in die Ferien deckt schnell viele kleine und oft versteckte Stromfresser auf. Wer sie beispielsweise während eines zweiwöchigen Urlaubs vom Netz trennt, kann bis zu 35 Euro sparen. Bei einer Reisezeit mit gleichzeitigen Stromsparmaßnahmen lassen sich die Stromkosten sogar um mehr als 50 Euro drücken,“ sagt der Vorsitzende des Mietervereins. Stefan Kaisers.

    Doch wer sind eigentlich die Stromfresser im Haushalt ?

  Vor allem Geräte im Stand-by-Modus verbrauchen unnötig viel Strom. Der Stand-by-Modus und somit der Stromverbrauch trotz Nichtbenutzung lässt sich an Geräten wie Fernseher, Stereoanlage oder DVD-Player daran erkennen, dass an ihnen noch ein Lämpchen leuchtet. Solche Geräte sollte man entweder per Stecker-Ziehen oder schaltbarer Verteilerdose vollständig von der Stromversorgung trennen. Die Stromsparmethode gilt übrigens nicht nur für die Ferienzeit – im ganzen Jahr lassen sich so unnötige Stromfresser abstellen. Wer den Rat beherzigt, kann allein damit in einem zwei- beziehungsweise dreiwöchigen Urlaub 5 bis 8 Euro einsparen. Praktischer Nebeneffekt: Die Geräte werden vor einer Überspannung bei einem eventuellen Blitzschlag geschützt.

   Weitere Stromverbraucher sind Geräte mit Netzteil, Ladegeräte oder Trafos. Notebooks, Handyladegeräte oder Deckenflutertrafos sollten von der Stromversorgung getrennt werden. Sie ziehen auch bei Nichtbenutzung Strom. Zieht man hier den Stecker, kann man bei einem angenommenen Dauerverbrauch von 50 Watt circa 4 bis 6 Euro einsparen. Andere Geräte, die ebenfalls während der Abwesenheit nicht benötigt werden, sind beispielsweise WLAN-Router, die elektrische Zahnbürste oder der Radiowecker. Eine Abschaltung dieser Geräte während des Urlaubs bringt weitere 2 bis 3 Euro Ersparnis.

 

   Ein besonders hohes Sparpotenzial besteht bei der Warmwasseraufbereitung sowie bei Kühl- und Gefriergeräten. Hat man einen älteren Kühlschrank ohne die sogenannte No-Frost-Technik, kann man den Sommerurlaub zum Anlass nehmen, das Gerät abzutauen und vom Netz zu nehmen. Nimmt man dafür einen jährlichen Verbrauch von 350 kWh an, so lassen sich 3 bis 5 Euro in der Urlaubszeit einsparen. Das gilt auch für neuere Geräte, die ohne Abtauen auskommen. Jedoch sollte in jedem Fall die Kühlschranktür offen gelassen werden, um Schimmelbildung zu verhindern. Mit Hilfe des Abschaltens und Ausstöpselns einer separaten Gefriertruhe können in der Urlaubsabwesenheit zusätzlich 2 bis 4 Euro eingespart werden. Eine große Einsparmöglichkeit bietet die elektrische Warmwasseraufbereitung: Trennt man den Boiler vor einem zwei- bis dreiwöchigen Urlaub vom Netz, kann laut EnergieAgentur.NRW ein vierköpfiger Musterhaushalt zwischen 17 und 26 Euro einsparen. Man sollte aber darauf achten, nach der Abwesenheit den Boiler einmalig auf mindestens 70 Grad zu erwärmen, um eventuell entstandene Legionellen abzutöten.

  „Insgesamt lässt sich der Stromverbrauch mit konsequentem Steckerziehen bei einem dreiwöchigen Urlaub um mehr als 200 Kilowattstunden reduzieren“, so Stefan Kaisers . „Die Urlaubskasse füllt sich damit um circa 50 Euro – bequem während man selbst in der Sonne liegt.“