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06.07.12 - 10:42 Uhr

Sorgen der Wohnbau-Mieter durchaus berechtigt !

m Gegensatz zu massivem Mauerwerk oder Dämmung mit teureren Materialien wie Steinwolle oder Mineralfaserplatten bergen in 4 von 5 Fällen eingesetzte Polystyrol-Platten eine Feuergefahr. Versetzt mit Flammschutzmitteln und nur geschützt von einer Putzschicht würden sie zwar als „schwer entflammbar“ gelten, aber sie seien eben doch brennbar. In einer Fernsehdokumentation des NDR vom November 2011 mit dem Thema „Wahnsinn Wärmedämmung“ (noch abrufbar) lasse sich eindrucksvoll verfolgen, wie es um die angebliche Brandsicherheit der Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) mit Polystyrol bestellt sei – schlecht. „Nach 8 Minuten kann eine so gedämmte Fassade gänzlich brennen“, ist das Fazit des Vertreters der Feuerwehr in Braunschweig, der den Brandversuch unter realistischen Bedingungen in der Materialprüfungsanstalt Braunschweig begleitet hatte. Der Versuch musste sogar vorzeitig abgebrochen werden, weil die Versuchswand lichterloh in Flammen stand und sich am Boden darunter ein Feuer aus brennendem abtropfendem Styropur gebildet hatte. Trotz Abluftanlage bildeten sich in der Halle giftige Rauchgase in großer Menge.

In Berlin habe es bereits einen Brand an einem WDVS mit Polystyrol gegeben, den die Feuerwehr nur mit Mühe habe löschen können. Heute sei auf die Fassade zur Sicherheitsverbesserung eine Sprinkleranlage montiert worden.

 

„Wir fordern die Wohnbau Gießen nochmals nachdrücklich auf, bei anstehenden energetischen Sanierungen ihres Wohnungsbestandes keine Dämmstoffe mit Polystyrol zu verwenden. Die Brandsicherheit der Bewohner sollte immer Vorrang haben vor einer Dämmung mit einem in mehrerer Hinsicht problematischen Plastikschaum,“ erklärt der Mietervereinsvorsitzende. Wenn eines Tages diese Wärmedämmverbundsysteme in großer Menge entsorgt werden müssten, werde es dabei zu weiteren erheblichen ökologischen Problemen kommen. „Nachhaltigkeit sieht anders aus“, meint Kaisers.