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11.08.12 - 10:41 Uhr

Mieter müssen sich nicht versichern

„So eine Klausel ist unwirksam, denn sie kommt für Mieter überraschend: Versicherungsrechtliches hat in einem Mietvertrag nichts zu suchen“, sagt Stefan Kaisers , Vorsitzender der Mietervereins. Der zweite Grund sei, dass sich für Mieter aus der bloßen Vorschrift nicht erschließe, welche finanziellen Belastungen sich aus einem Abschluss möglicherweise zusätzlich zur Miete ergeben.

 

Hintergrund solcher Klauseln ist nach Einschätzung des Experten, dass Vermieter im Schadensfall nicht auf Kosten sitzen bleiben wollen. „Wenn Mieter zum Beispiel mitvermietetes Mobiliar beschädigen, springt ihre Haftpflichtversicherung ein.“

Auch wenn die Klausel unwirksam ist – eine private Haftpflichtpolice sollten Mieter unbedingt haben. Denn wenn Mietern etwa die Waschmaschine auslaufe und Wohnungen im Stockwerk darunter beschädigt würden, könne schnell der finanzielle Ruin drohen. Die Leistung aus einer Haftpflichtversicherung sei dann existenziell wichtig.

„Ob der Hausrat versichert werden muss, sollte allerdings jeder selbst wissen. Das hängt von dessen Wert ab und der Frage, ob es einen wirtschaftlich existentiell trifft, wenn der Hausrat ganz oder teilweise verloren geht, etwa nach einem Wohnungsbrand“, sagt Kaisers. Wenn man eine solche Hausratversicherung abschließe, dann sei es wichtig darauf zu achten, dass man sich vor „Unterversicherung“ schütze.