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14.08.12 - 10:39 Uhr

Mieterverein verlangt vom Magistrat die Vorlage eines aktuellen Wohnraumversorgungskonzeptes

„Zentrales Leitbild“, das klingt gut, aber wo bleibt das aktuelle regionale Wohnraumversorgungskonzept, das zusammen mit den Nachbarkommunen erstellt werden soll ?“, fragt Kaisers. Die Fakten seien hinlänglich bekannt, wie die Anhörung zum Sozialen Wohnungsbau im Herbst 2011 ergeben habe. Dort hätten alle Fachleute und die Vertreter der Wohnungswirtschaft bestätigt, dass es in der Stadt einen erheblichen Bedarf an bezahlbaren Wohnungen für Ein- und Zweipersonenhaushalte gebe. Es mangele auch an seniorengerechten Quartieren. Eine Studie belege zudem für den Landkreis, dass sich dort schon in wenigen Jahren ein Mangel von fast 2000 Mietwohnungen auftue. „Bei der Neuschaffung von sozialem Wohnraum ist in Gießen seit zehn Jahren so gut wie nichts geschehen. Es wurde immer auf einen „entspannten“ Wohnungsmarkt hingewiesen und das war die Rechtfertigung, um nichts zu tun “, kritisiert Kaisers.

Der Mietervereinsvorsitzende verweist auf den rasanten Schwund an Wohnungen mit Sozialbindung, der ein entschlossenes politisches Handeln von Stadt und Landesregierung nötig mache. Zur Begründung erklärt er: „Singlehaushalte gibt es immer mehr und die Zahl der Studierenden wird in den nächsten Jahren in Gießen nicht abnehmen. Der Trend vom Land in die Stadt wird sich eher noch verstärken.“ Gießen brauche ein aktuelles und verbindliches Wohnraumversorgungskonzept, ein Wohnungsmarktanalyse sei nicht ausreichend. „Für uns ist die Investition in bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum für die Bürger wichtiger als die Geldausgabe für den fragwürdigen halbjährigen Event Landesgartenschau,“ so Kaisers.