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17.01.12 - 10:33 Uhr

Mieterverein fordert mehr Wohngeld

Heizkosten müssten bei der Berechnung des Wohngeldes wieder berücksichtigt werden, wie es schon bis Ende 2010 der Fall gewesen sei. Zudem sollte die Regierung prüfen, ob nicht – wie 2009 – wieder eine Heizkostenpauschale an Wohngeldempfänger, darunter viele Rentner, ausgezahlt werden könnte. Zum Jahresende 2011 sei Heizöl etwa 13 Prozent teurer als 2008. Auch die Preise für Fernwärme und Gas seien deutlich höher als damals. Seinerzeit hatte die große Koalition aus Union und SPD auf höhere Energiepreise reagiert und ein neues Wohngeldgesetz beschlossen. Erstmals wurden die Heizkosten bei der Berechnung des Wohngeldes berücksichtigt. Zusätzlich zahlte der Bund nach Haushaltsgröße gestaffelte Heizkostenpauschalen an Wohngeldempfänger aus.

 

Diese Regelungen hatte die schwarz-gelbe Koalition zum 01. Jan. 2011 wieder gestrichen. Wohngeldempfänger erhielten deshalb nach Angaben des Mietervereins etwa 20–30 Euro weniger an Hilfe. Die Regierung habe ihre Kurskorrektur mit zwischenzeitlich gesunkenen Heizkosten begründet. „Diese Entscheidung war kurzsichtig und falsch. Heute müssen höhere Heizkosten gezahlt werden als 2008, und ein Ende des Preisanstieges ist nicht in Sicht“, meint Kaisers. „Die Heizkosten machen den größten Teil der Betriebskosten aus und bestimmen die gesamte Mietbelastung entscheidend mit.“