Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können daher diese Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

06.11.13 - 10:18 Uhr

Mieterverein begrüßt Berliner Beschlüsse zur Wohnungspolitik

Das beschlossene Maßnahmenpaket sei ausgewogen, weil es sowohl Investitionsanreize für den Wohnungsneubau als auch gesetzliche Beschränkungen des Mietpreisanstieges bei der Wiedervermietung enthalte. Es sei auch richtig, für die Umlage der Kosten bei der energetische Modernisierung strengere Regeln anzulegen und das „Verursacherprinzip“ bei den Maklerkosten einzuführen.

Geplant ist, bei der Wiedervermietung einer Wohnung darf die Miete nicht höher als 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Das soll aber nur in Gebieten mit angespannter Wohnungsversorgung gelten, also Groß- und Universitätsstädte sowie Ballungsgebiete. Für die sog. Bestandsmieten wurde eine Mietpreisbegrenzung (maximal 15% in vier Jahren anstatt 20% in drei Jahren) ja schon im Mai dieses Jahres verabschiedet. „Das hat die hessische Landesregierung aber leider bis dato immer noch nicht umgesetzt“, kritisiert der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers. „Der Druck ist so groß, dass sich insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen, Alleinerziehende und Rentner ihre Wohnung in den Ballungsräumen kaum noch leisten können, sie werden verdrängt.“

Das Jammern der Wohnungseigentümer über die Pläne sei reiner Zweckpessimismus. „Denn mit einer Zurückhaltung bei Neubauinvestitionen schadet man sich letztlich selber. Viele Wohnungsgesellschaften bauen kaum neue Wohnungen, weil sie allein damit gutes Geld verdienen, Wohnungen zu vermieten und damit zu handeln“, erklärt Kaisers.