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25.06.13 - 10:15 Uhr

Besonders bei Eigentümerwechsel müssen Mieter auf Nebenkosten achten

Doch was nach Eintracht klinge, sei in der Praxis schwierig, erklärt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers. Denn beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung müsse sich der neue Eigentümer um vieles kümmern. An die Betriebskostenabrechnung denken viele Vermieter zuletzt. Weder dem bisherigen Vermieter noch dem neuen Eigentümer sei dann klar, wer dafür zuständig sei. Den Mietern ist deshalb zu raten, sich immer nur an den zuständigen Vermieter zu wenden.

„Professionelle Vermieter wie Immobilienfirmen haben oft weniger Probleme, Laien fällt die Betriebskostenabrechnung hingegen schwer. Um korrekt abrechnen zu können, muss sich der neue Eigentümer alle Unterlagen für das laufende Jahr geben lassen, etwa Kontoauszüge oder Rechnungen für Gas und Heizöl. Stimmen die bisher angefallenen Kosten und die Vorauszahlungen nicht überein, muss der alte Vermieter mit dem neuen Vermieter abrechnen. Der Mieter hat damit nichts zu tun,“ heißt es in der Erklärung des Mietervereins.

„Manche Vermieter scheuen so viel Papierkram. Sie unterbrechen das laufende Abrechnungsjahr einfach und rechnen ab, sobald der neue Eigentümer die Immobilie übernimmt. Zulässig sei das allerdings nicht. Die Abrechnungsperiode beträgt grundsätzlich 12 Monate. Der Vermieter darf diese Periode nicht abkürzen. Ein Grund: Einige Ausgaben fielen nur 1-mal im Jahr an, etwa Versicherungsprämien oder die Kosten für einen Streudienst im Winter. Lege der Vermieter diese Posten nicht auf das gesamte Jahr um, würden die Kosten nicht gleichmäßig verteilt. Eine kürzere Abrechnungsperiode sei aber zulässig, wenn Mieter und Vermieter das vereinbart haben. Fehlerhaft seien Abrechnungen ohnehin sehr häufig. In der Rechtsberatung des Mietervereins entpuppe sich ungefähr jede 2. Abrechnung als fehlerhaft. Genau hinsehen sollten Mieter aber gerade nach einem Vermieterwechsel. „Der alte Vermieter hat nach einer Auseinandersetzung mit den Mietern manchmal schon aus seinen Fehlern gelernt. Der neue Eigentümer begeht diese Fehler womöglich erneut“, sagt man beim Mieterverein.