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09.02.13 - 10:08 Uhr

Tipps zur Heizkosteneinsparung

Türfugen abdichten

Besonders in alten Häusern und Wohnungen entweicht häufig Luft durch die Fugen unter den Türen. Wenn zwischen Tür und Boden ein mehrere Zentimeter breiter Spalt klafft, kann das immense Heizkosten verursachen. In jedem Baumarkt gibt es Türdichtungen, die man in der Regel ohne Werkzeug anbringen kann. Dichte Borsten verhindern, dass Wärme nach draußen entweicht. Vor dem Gang in den Baumarkt sollte man den Spalt zwischen Tür und Boden ausmessen, da es bei den Türdichtungen unterschiedliche Maße gibt.  Die Kosten halten sich in Grenzen, die günstigste Dichtung gibt es schon für neun Euro. Bei einer großen Wohnung von 120qm mit acht Zimmern entspricht das einer Investition von 72 Euro. Auch Fensterdichtungen helfen, Heizkosten zu sparen. In den meisten neueren Fenstern sind sie aber schon eingebaut.

Wer die Fugen in seiner Wohnung dicht macht, kann bis zu fünf Prozent Heizkosten sparen. Für den Beispielhaushalt, der 1.400 Euro Heizkosten im Jahr bezahlt, bedeutet das eine Einsparung von 70 Euro. Die Anschaffungskosten von 72 Euro hat dieser Haushalt also schon nach einem Jahr heraus.

Räume entfeuchten

Ein alter Energiegrundsatz heißt: Feuchtigkeit frisst Heizkosten. Wenn zum Beispiel Wasser verdampft, steigt die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Die Feuchtigkeit ist leicht zu erkennen, da sich Kondenswasser an den Fenstern bildet. Am besten nimmt man es mit einem Lappen auf. Den sollte man jedoch nicht auf der Spüle trocknen, sonst geht die Feuchtigkeit wieder zurück in den Raum. Besser ist es ihn genauso wie Jacken oder Regenschirme draußen zu trocknen, erklärt Kaisers , denn: "Jeder Tropfen, den ich von außen hinein bringe, oder dort erzeuge durch Wasserkochen oder durchs Feudeln muss getrocknet werden. Und dieses Trocknen kostet Heizenergie."

Die richtige Raumtemperatur

Wie warm es in einer Wohnung sein sollte, ist eine Wissenschaft für sich und auch von den persönlichen Vorlieben abhängig. Klar ist: Je weniger man heizt, desto geringer ist der Verbrauch. Um Heizkosten zu sparen, muss man aber nicht in Strickpullover und Decke auf dem Sofa sitzen. Wer die Temperatur nur um ein Grad Celsius senkt, spart fünf Prozent Heizkosten - bei einer typischen Mietwohnung sind das 70 Euro im Jahr. Hochrechnen kann man diese Ersparnis allerdings nicht. Wer die Temperatur um zwei Grad senkt, spart deutlich weniger als zehn Prozent Heizkosten.

Hydraulischer Abgleich der Heizung

Laut einer Auswertung der vom Umweltministerium geförderten Heizkampagne meine-heizung.de sind die meisten Heizungen in Deutschland falsch eingestellt. Mögliche Anzeichen sind zischende Geräusche oder wenn nicht alle Heizkörper in Wohnung oder Haus warm werden. Das Problem ist dann häufig die ungleiche Druckverteilung des Wassers in den Heizkörpern. Damit auch die hinteren Körper im Heizkreislauf warm werden, wird oft die Leistung der Pumpe hochgestellt, was höhere Energiekosten verursacht.

Ein Heizungsbauer kann die Thermostatventile an der Heizung so einstellen, dass durch jeden Heizkörper die optimale Menge Wasser fließt. Neue, voreinstellbare Thermostatventile und der hydraulische Abgleich sind eine Sache für den Heizungsbauer. Kosten: einmalig circa 650 Euro. Doch die Angebote können sehr unterschiedlich ausfallen, denn viele Handwerker seien nicht ausreichend geschult, beklagen Energieberater. Mieter sollten sich an ihren Vermieter wenden und eine solche Maßnahme anregen. Der Hauseigentümer ist gut beraten, mindestens drei Angebote einzuholen, sie zu vergleichen und mit dem Heizungsbauer einen Besichtigungstermin vereinbaren.