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01.11.11 - 09:44 Uhr

Wie man im Haushalt wirksam Strom sparen kann

Sollte man nun die alten Geräte allesamt entsorgen oder nur einzelne Geräte ? Zunächst ist es ratsam, den Stromverbrauch jedes Gerätes zu ermitteln, sein Alter und die vermutliche Restlaufzeit. Dazu kann man sich ein Energiekostenmessgerät bei den Stadtwerken kostenlos ausleihen. Kaisers erklärt an einem Beispiel : „Ist etwa ein Kühlschrank 12 Jahre alt und verbraucht pro Jahr 246 KWh, sind das bei 23,2 Cent pro KWh rund 57 Euro Stromkosten im Jahr. Braucht ein neues Gerät der Güteklasse A+++ nur 84 KWh, entstehen lediglich Kosten von 19,50 Euro. Die jährliche Ersparnis von 37,50 Euro reicht aus, dass sich das Gerät in seiner Lebenszeit von ca. 15 Jahren selbst finanziert.“

Hilfen für das Nachrechnen gebe es im Internet. Das Portal „www.co2online.de“ biete Unterstützung bei der Wahl eines sparsameren Kühlgerätes an. Auch unter „www. stromeffizienz.de“  gebe es für Haushaltsgeräte einen Rechner, der nach Eingabe der Nutzungsdauer und -häufigkeit auswertet, wie der persönliche Verbrauch vom durchschnittlichen Haushalt abweicht und das mögliche Einsparpotential beim Stromverbrauch aussieht. Nicht die vielen Kleingeräte wie Eierkocher, Elektrozahnbürste und Computer sind die großen Energiefresser, sondern die Geräte, die Wasser erwärmen (Spülmaschine, Waschmaschine) oder dauerhaft am Netz sind (Kühlgeräte).  

„Ein einheitliches EU-Energielabel macht die Auswahl eines neuen Gerätes einfach. Das Label weist den Stromverbrauch der Geräte auf und teilt das Gerät in eineEnergieeffizienzklasse ein. Es wird auf Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Elektroherd und Klimageräte verliehen. Energieeffizienzklassen zeigen an, ob das Gerät sehr energiesparend ist (Klasse A) oder viel Energie verbraucht (Klasse G). Mittlerweile gibt es im Bereich Kühl- und Gefriergeräte außerordentlich sparsame Geräte auf dem Markt, die in A+ oder sogar A++ klassifiziert werden. Beim Kauf eines Neugerätes ist also unbedingt auf das Energielabel zu achten“, rät Kaisers.

Der Kühlschrank sollte nie nicht neben dem Herd oder anderen Wärmequellen stehen und nicht im Bereich direkter Sonneneinstrahlung. Am liebsten ist ihm ein kühler Platz. Die Isolierung des Kühlschranks reicht oft nicht aus, so dass das Gerät zusätzlich kühlen muss, um die Kälteleistung zu bringen. Das Gerät sollte auch stets einen kleinen Abstand zur hinteren Wand haben, damit die warme Luft entweichen kann.

Den Backofen des Herdes sollte man nur vorheizen, wenn es das Rezept verlangt. Ansonsten kann darauf besser verzichtet werden - Heißluft-Backrohre brauchen ohnehin kein Vorheizen – das spart Strom.

Bei der Waschmaschine zahlt es sich aus, Energiesparprogramme zu wählen, selbst wenn der Waschvorgang länger dauert. Der Kochwaschgang ist immer seltener notwendig und ebenso die Vorwäsche, die einen Mehrverbrauch von 10% benötigt. Beim Schleudergang lohnt sich die höchste zulässige Drehzahl, wenn anschließend den Trockner benutzt wird. Denn dann ist die Wäsche weniger nass und der Trocknungsprozess im Trockner wird verkürzt. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte die Wäsche an der Leine trocknen. Wäschetrockner verbrauchen cirka 60 Euro für Strom im Jahr. Falls man doch ein Gerät zum Trocknen brauchen, empfiehlt sich ein energiesparender Trockenschrank(braucht aber Platz und Zeit). Herkömmliche Trockner unterscheiden sich zwischenAblufttrockner (ein Schlauch transportiert die Luft nach draußen) und Kondensationstrockner. Ablufttrockner benötigen dabei cirka 10% weniger Strom.  Waschmaschine,  Trockner oder  Geschirrspüler sollten nach Beendigung des Gebrauchs ausgeschaltet werden. Ansonsten verbrauchen die Geräte im Stand-by-Modus zusätzlich Strom.