Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können daher diese Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

28.12.09 - 09:42 Uhr

Junge Paare-erste Mietwohnung

  Die Zahl der ehelichen Lebensgemeinschaften hat sich laut Statistischem Bundesamt in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Zwei Millionen Hauhalte  sind das, was man früher abwertend  als „wilde Ehe" bezeichnet hat. Welche Folgen, vor allem welche Verpflichtungen ein gemeinsames Leben haben kann, ist allerdings vielen oftmals nicht bekannt.

 Das fängt schon bei der Mietwohnung an : Die Stellung von Lebensgefährten wurde zwar mit der Mietrechtsreform vom 1.9.2001 generell gestärkt. So hat ein Lebenspartner inzwischen nach dem Tod des Hauptmieters einen Anspruch darauf, den Mietvertrag fortsetzen zu können (BGB § 563). Anders als bei Ehegatten muss aber zunächst der Vermieter seine Zustimmung geben, wenn der eine in die Wohnung des anderen mit einziehen will.

 Wer nicht Gefahr laufen will, beim ersten großen Streit vom Lebenspartner vor die Türe gesetzt zu werden, sollte sich um einen gemeinsamen Mietvertrag kümmern. Denn hat nur einer der Partner den Mietvertrag unterschrieben, hat auch nur er Rechte an der Wohnung. „Besser wäre es, wenn beide unterschreiben und somit gleichberechtigte Wohnungsmieter werden", rät der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers. Besteht schon ein Mietvertrag, kann der Partner als Mit-Mieter eintreten - wenn der Vermieter einverstanden ist. Einem abrupten Rauswurf wäre damit vorgebeugt.

Mit den Rechten eines Mit-Mieters gehen allerdings auch Pflichten einher. Gegenüber dem Vermieter haften beide „gesamtschuldnerisch" für die Miete oder die Schönheitsreparaturen. Das gilt selbst dann noch, wenn das Pärchen sich längst verkracht hat und schon wieder getrennt wohnt.

 „Ein gemeinsam unterschriebener Vertrag kann auch nur von beiden gekündigt werden. Wird eine Wohnung nach der Trennung von einem der Partner weitergeführt, sollte man daran denken, den Vertrag schnellstmöglich auf ihn umschreiben zu lassen. Sonst kann es für den Zurückgebliebenen später ein Problem werden, wenn der Ex unauffindbar ist", so Kaisers. Und er fügt hinzu :„Wir erleben solche Fälle durchaus häufiger in der Rechtsberatung."