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25.02.14 - 09:31 Uhr

Kostenumlage - Modell nach energetischer Modernisierung ungerecht

Es sei nicht zu vermitteln, warum die Mieter alleine für die Sanierungskosten aufkommen sollen. Vermieter dürfen bisher nach einer energetischen Modernisierung elf Prozent der Kosten auf die Jahresmiete aufschlagen. Zwar will die Koalition den Satz auf zehn Prozent senken und zudem eine Kostenbremse einbauen : Wenn der Mieter nach zehn Jahren die Kosten vollständig bezahlt hat, müsste der Vermieter danach die Miete wieder senken. Bisher zahlen die Mieter nach einer Amortisation der Investitionen die höhere Miete unbegrenzt weiter.

Für den Mieterverein ist diese Regelung, was die Kostenbremse angeht, schwer umsetzbar und sie geht ihm nicht weit genug. Er plädiert für eine Drittelung der Kosten : Ein Drittel der Vermieter, der vom gestiegenen Wert seiner Immobilie profitiert, ein Drittel bezuschusst der Staat, um seinem Ziel einer CO2-Reduzierung näher zu kommen und ein Drittel zahlen die Mieter, die geringere Heizkosten bezahlen müssen.

„Möglich sei auch eine Staffelung nach Sanierungserfolg“, sagt Kaisers. Je mehr Energie und Kosten gespart werden, desto höher dürfte dann der Zuschlag für die Mieter ausfallen.

Damit die höheren Kosten für die Vermieter Investitionen in die energetische Modernisierung nicht unattraktiv machen, könnte man zudem über steuerliche Vorteile für Vermieter nachdenken. Generell gelte aber der Grundsatz des Grundgesetzes: „Eigentum verpflichtet. Auch die Vermieter müssen ihren angemessenen Anteil zahlen.“