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07.02.14 - 09:30 Uhr

Mieterverein zum „Quartierskonzept“ für das Flussstraßenviertel

So zeigen die bislang durchgeführten energetischen und wohnlichen Modernisierungen einzelner Wohnhäuser in der Stadt, z.B. bei der Wohnbau, dass vor allem das Ziel sozialverträglicher Mieten meist nicht erreicht werden konnte und das auch zur Mieterverdrängung geführt hat. Zumindest die Forderung nach Warmmietenneutralität geriet ganz aus den Augen. Den Mietern wurde praktisch die Hauptlast der Sanierung aufgebürdet. Bei manchem Maßnahmen muss man sogar fragen, ob es sich um wirklich „nachhaltige Verbesserungen“ handelt.

Um so wichtiger ist es jetzt, die Mieter frühzeitig, umfassend und ehrlich aufzuklären und in den Sanierungsprozess einzubinden. Die größte Hamburger Wohnungsbaugesellschaft SAGA hat das erst kürzlich erfolgreich bei der Sanierung eines Wohnquartiers im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg getan. Da wurden z.B. auch Kinderwünsche erfragt und mit berücksichtigt. Mit ins Boot holen muss man vor allem das Jobcenter, weil dort über die Grenzen der „Angemessenheit der Wohnkosten“ entschieden wird. Im Flussstraßenviertel wohnen viele Menschen, die auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind. Wenn das Amt seine jetzige restriktive Linie bei der Genehmigung der Kosten der Unterkunft beibehält, müssten viele Mieter ausziehen.

Der Mieterverein wird genau hinsehen, ob das „integrierte Quartierskonzept“ hält, was es verspricht und vor allem die Belange der Mieterschaft, die dort wohnt, berücksichtigt werden.